Der Global Futures Fund XI Diversified Limited (GFF XI) startete vor zwölf Jahren. Eine Zeit, in der Geld anlegen nicht einfach war: Einerseits war die Verunsicherung durch die bevorstehende Einführung des Euros groß. Andererseits schien die Welt der Aktien noch in Ordnung. Die Boom-Phase der New Economy, in der die damalig populäre Telekom-Aktie „volksfähig“ war, brachte eine neue Kultur der Geldanlage hervor – das Jahrzehnt der Aktie wurde ausgerufen.

Doch während der nun zwölfjährigen Reise des Global Futures Fund XI  hat ein Paradigmenwechsel in der Finanzwelt stattgefunden. Kostolanys Ausspruch „Aktien kaufen und Baldrian trinken, wenn Sie wieder aufwachen, haben Sie Geld verdient“ gilt nicht mehr. So haben auch die Finanzkrisen, die den Global Futures Fund XI in den  letzten Jahren begleitet haben, gezeigt: Traditionelle Anlageformen funktionieren heutzutage nicht mehr so gut.

Nun ist der Global Futures Fund XI am Ende seiner Reise angelangt und erreicht am 31.10.2011 die Ziellinie. Mit 1.000 Euro pro Anteil im Gepäck ist er gestartet  und kann per Juli 2011 mit einem Wertzuwachs von 98,9% aufwarten. So hat er sich trotz weltweiter Aktien- und Finanzkrisen während der gesamten Laufzeit im Vergleich zu Weltaktien, die bis dato 1,5% aufweisen, außergewöhnlich gut entwickelt. Letztendlich hat der Global Futures Fund XI im Gegensatz zu anderen Anlagealternativen die Turbulenzen des verlorenen Aktienjahrzehnts ohne Blessuren überstanden.

Dies bekräftigt uns, diesen Weg, den wir bereits Anfang der 90er Jahre fernab traditioneller Investments eingeschlagen haben, weiterzugehen. Den Weg, der von unserer Vision begleitet war, Anlegern in Form von Alternative Investments eine andere Art der Geldanlage und damit eine andere Art zu denken anzubieten.

So freuen wir uns, dass ab dem 19.09.2011 unser neues Produkt, die Global Futures Fund Kapitalschutzzertifikate 8, auf die Reise geht.

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5 thoughts on “Endfälligkeit Global Futures Fund XI”

  1. Ihr Kommentar: Wenn man sich einen der Verkaufsprospekte von damals zur Hand nimmt, liest man mit Erstaunen:“Nachweisbare Wertsteigerung von durchschnittlich über 20 % p.a.“ Begründet wird dies mit einer Netto-Rendite von 23,5 % in der Zeit von 1990 bis 1998. Dagegen sehen die jetzt erzielten 8 % p.a. doch ziemlich mager aus. Verglichen mit sonstigen Anlagen kann man dennoch zufrieden sein, aber die Man-Leute waren früher eindeutig besser!!

    1. Um die Leistungsfähigkeit eines Managers zu beurteilen ist es wichtig, sich auch den „risikolosen Zins“ eines Marktes anzuschauen. Dieser entspricht ungefähr der Verzinsung von Festgeld. In dem Jahrzehnt von 1990-2000 war diese Verzinsung in der Basis schon sehr hoch. Die Folge war, dass viele Anlageklassen in der absoluten Betrachtung hohe Renditen erwirtschaftet haben. Im Rückblick lässt sich feststellen, dass seit 2000 die Zinsen (und damit auch der risikolose Zins) nur eine Richtung (nämlich nach unten) kannten. Das hatte und würde auch in Zukunft Auswirkungen auf die absolute Ertragslage haben.
      Traditionelle Anlageformen wie bspw. die Aktien haben in der Betrachtung als Index in den letzten zehn Jahren keine Performance geliefert. Seit 15 Jahren arbeite ich mit Man Investments zusammen und bin mir absolut sicher, dass sie heute viel besser sind als damals. Hier haben enorme Entwicklungen stattgefunden. Zumal das Umfeld der letzten zehn Jahre sicher das Herausforderndste der jüngeren Geschichte war. Ich hoffe, dass Sie in Summe und vor diesem Hintergrund mit Ihrer damaligen Investition zufrieden sind.

  2. Angesichts der Turbulenzen der letzten Jahre sind 8% sicherlich erfreulich, auch wenn die Erwartungen andere waren. Allerdings frage ich mich, welche Auswirkungen werden die m.E zu erwartenden Restriktionen (Leerverkäufe, Spekulationen gegen Währungen etc.) auf die Performance haben werden?

    1. Das Thema Regulierung der Finanzmärkte bzw. Finanztransaktionen ist in der Tat ein spannendes und zugleich sehr komplexes Thema. Die meisten Äußerungen der Politiker zum Thema „Leerverkauf“ beispielsweise sind eher verwirrend.

      Zu den Fakten: Erstens macht unser Manager AHL (sowie auch die Trendfolgeindustrie als Ganzes) keine Leerverkäufe auf Aktien. Wir handeln ausschließlich börsennotierte Futures. Hier gibt es keine Beschränkungen und es werden auch keine diskutiert. Übrigens werden hier auch keine „Short-Positionen“ (= Setzen auf fallende Kurse) einzelner Aktien aufgebaut, sondern es geht über den Gesamtmarkt (also bspw. DAX Futures).

      In Bezug auf den Leerverkauf am Kassamarkt bei Aktien muss zwischen „gedeckten“ und „ungedecktem“ Leerverkauf unterschieden werden. Der gedeckte Leerverkauf (hier leiht sich der Manager die Aktie zuvor bei großen Investoren – meist Versicherungen oder Banken) ist erlaubt. Er ist in Deutschland meldepflichtig bei der Aufsicht.

      Die Statistiken zeigen, dass der Einfluss der Leerverkaufspositionen auf fallende Kurse zu vernachlässigen ist. Der ungedeckte Leerverkauf, bei dem sich der Manager die Aktien vorher nicht leiht, ist in Deutschland im Nachgang der Finanzkrise 2007/2008 verboten worden. In vielen anderen Ländern Europas war er das bereits vorher schon.

      Insgesamt ist die Regulierungsbestrebung für die Art wie wir arbeiten eher als positiv zu bewerten. Die Aufsichtsbehörden haben vor, nahezu alle OTC-Geschäfte (außerbörsliche Derivategeschäfte auf Rohstoffe, Zinsen, Währungen etc.) auf die Börse zu bringen, wahrscheinlich nach dem Vorbild der Futures-Börsen. Damit würde sich das Handelsspektrum, mit dem wir arbeiten könnten, vergrößern.

      Fazit: Bei aller Unsicherheit zu diesem Thema erwarte ich in Summe positive Auswirkungen für unsere Handelsansätze im Bereich Trendfolger bzw. „Managed Futures“.

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