Die Märkte verabschiedeten sich in optimistischer Verfassung aus dem ersten Quartal. Von dieser exzellenten Stimmung ist nichts mehr übrig geblieben. Ein Hauptschuldiger dürfte der japanische Aktienmarkt sein. Dessen hartnäckige Kursschwäche verdarb Morgen für Morgen den anschließend handelnden Anlegern in Europa bereits vor Börsenbeginn jeglichen Appetit auf Risiko. Während sich der S&P weiterhin recht robust zeigt und mit maximaler Punktzahl den apano-Stimmungsindex stabilisiert, herrscht in Europa längst schon wieder tiefer Pessimismus. Die heimischen Investoren haben Angst vor dem Brexit und der Finanzlage Griechenlands sowie Wachstumssorgen wegen des festeren Euros.

Marktteilnehmer ohne positive Ideen

Eine tagelange Schwächeperiode hat dazu geführt, dass inzwischen auch aus technischer Sicht Europas Märkte angeschlagen sind. Die Börsenbriefe erteilen heute wieder überwiegend weitere Warnhinweise und sehen den DAX schon in Kürze Richtung 9000 rutschen. Ich lasse meinen Satz vom letzten Blog stehen: „Mal schauen, ob sich etwas Neues auf dem vom 15.-17. April in Washington anstehenden Frühjahrstreffen von IWF, Weltbank, Finanzministern und führenden Notenbankern ergibt.“ Wenn nicht, dann könnten die Skeptiker Recht behalten. Den Marktteilnehmern fehlt es schlichtweg an irgendeiner griffigen Idee, an der sich ihre Fantasie entzünden könnte.

Offenbar fehlt frisches Geld

Der apano-Stimmungsindex hat sich in den letzten Tagen kontinuierlich und deutlich abgekühlt. Inzwischen ist er wieder „neutral“, steht also auf dem Level vom Februar. Dass sich das Sentiment deutlich verschlechtert hat, ist auch an der Entwicklung der einzelnen Branchen abzulesen: defensive Titel aus den Sektoren Gesundheit und Verbrauchsgüter steigen seit Monatsanfang, während Finanztitel und Industrieaktien überwiegend erhebliche Rückschläge erlitten. Anscheinend schichten die Manager von Aktienfonds um. Frisches Geld hingegen, um alle Branchen zugleich und damit schlussendlich die Märkte anzuschieben, fehlt den Börsen offenbar.

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