Guter Vorsatz: Über Geld sprechen

Christian Schmidt, Hedgefonds-Berater (ebs/BAI), ist Senior-Wertpapierspezialist und seit 2003 bei apano als Ansprechpartner für Finanzdienstleister tätig. Er hält regelmäßig Vorträge bei Anlegermessen und Fachveranstaltungen. Zuvor war er Geschäftsführungsassistent einer Dortmunder Steuerberatungskanzlei mit dem Schwerpunkt "Private Finance / Family Office" sowie Finanzplaner in einem Kölner Finanzdienstleistungsinstitut.

apano läutet auf dem Börsentag in Dresden am 19.01.2013 das neue Vertriebsjahr ein. Die Messe bietet der breiten Anlegerschicht einen Überblick über Finanzanlagen und das Börsengeschehen.

Insgesamt 100 Anbieter zum Thema „Geld“ machen sich auch in diesem Winter wieder auf den Weg in die Elbflorenz des Ostens. Das sorgt für eine interessante und gut gemischte Ausstellerliste. In der Minderheit sind allerdings nach wie vor Fondsgesellschaften, Journalisten und Vermögensverwalter. Das ist schade, da das Allokations-, Order- und Abwicklungsthema erst ganz am Ende der Entscheidungskette steht. Geld, Gedanken, Geduld und Glück sind die Zutaten des Börsenerfolgs. Ganz am Anfang stehen die Fragen „Was will ich mit meinem Geld erreichen?“, „Wie lange habe ich für eine Kapitalanlage Zeit?“ und „Welchen Verlust bin ich bereit zu tragen?“ Geld ist allerdings nicht beliebig vermehrbar, aber „Gedanken“ eine unbegrenzte Ressource. Und Geduld ist nicht eine mit in die Wiege gelegte Charaktereigenschaft und Glück extern vorgegeben. Daher lohnt es sich, Gedanken zu machen und über Geld zu sprechen.

Gerade der Jahresanfang ist von Aufräumaktionen zu Hause und am Arbeitsplatz geprägt. Gleichzeitig ist er eine gute Zeit, das eigene Depot unter die Lupe zu nehmen. Hat sich vielleicht bei einigen gut gelaufenen Positionen ein Klumpenrisiko gebildet? Dresden 2013 bietet auf engem Raum viele kompetente Ansprechpartner. Der Weg dahin kann kältebedingt glatt und rutschig sein, das Parkett des Konferenzzentrums ist es mit Sicherheit nicht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern einen interessanten Gedankenaustausch. Mehr und offener über Geld zu reden, ist aus meiner Sicht ein guter Vorsatz für das vor uns liegende Jahr 2013.

Rückblick zum Börsentag Dresden

Christian Schmidt, Hedgefonds-Berater (ebs/BAI), ist Senior-Wertpapierspezialist und seit 2003 bei apano als Ansprechpartner für Finanzdienstleister tätig. Er hält regelmäßig Vorträge bei Anlegermessen und Fachveranstaltungen. Zuvor war er Geschäftsführungsassistent einer Dortmunder Steuerberatungskanzlei mit dem Schwerpunkt "Private Finance / Family Office" sowie Finanzplaner in einem Kölner Finanzdienstleistungsinstitut.

Für apano ist der Dresdner Börsentag eine gern wahrgenommene Veranstaltung zum Jahresauftakt. Erstmals bot der Börsentag Dresden nicht nur Privatanlegern komprimierte Informationen aus erster Hand, sondern mit dem DZB-Fachkongress auch Finanzdienstleistern die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung.

Ich besuche die Börsentage seit Jahren, um mit Kunden und Branchenkollegen ins Gespräch zu kommen und weil mir lebenslanges Lernen sehr wichtig ist. Im Rahmen des Vortragstages kristallisierte sich heraus, dass Zertifikate nach wie vor mit Vorurteilen und Mythen behaftet sind. Aus meiner Sicht sind ein offener Dialog über Chancen und Risiken sowie objektvierende Aufklärungsarbeit nach wie vor dringend notwendig. Denn: Die Anlageklasse Zertifikate bietet meiner Meinung nach – richtig eingesetzt – gegenüber Direktanlagen viele Vorteile. Diese erschließen sich oftmals jedoch erst auf den zweiten Blick.

Generell herrschte auf dem Börsentag in Dresden die Stimmung, dass 2012 ein spannendes, aber auch wohl ein gutes Aktienjahr wird. Mehr und mehr wird deutlich, dass es sich im Kern eben nicht um eine Euro-Währungskrise, sondern um eine öffentliche Schuldenkrise und um die Krise einiger Banken handelt. Auch die apano-Anlagestrategien haben die Auswirkungen dieser Krise zeitweise beeinflusst. Hierzu hatten viele Anleger Fragen, die Beatrix Scherbaum und Markus Olgemann aus der apano-Geschäftsabwicklung bzw. Kundenbetreuung ebenso offen wie nachvollziehbar beantworten konnten. Wir drei finden, dass es ein Zeichen von guter und vertrauensvoller geschäftlicher Zusammenarbeit ist, dass wir bei solchen Veranstaltungen so viele gute alte Bekannte treffen. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön für die langjährige apano-Treue der Börsentags-Besucher!

Wir Aussteller waren uns hinter den Kulissen einig, dass es an der Zeit für durchgreifende Reformen ist, damit es nicht zu einem Katastrophenszenario kommt. Allerdings ist hier weder „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren!“, noch eine Überregulierung in Richtung Planwirtschaft zielführend. Anderes Denken wird auch hier gefragt sein, und der Weg bis zum Ziel ist noch weit. Der Vortrag von Frau Susanne Schmidt „Wie geht es weiter mit Finanz-, Schulden- und Eurokrise: Was ist zu tun?“ war daher der gelungene Abschluss dieses Börsentages.