Stimmungsindex

der chinesische Fahrdienstleister Didi verdarb heute den Investoren in Fernost die Stimmung. Bereits gestern Nachmittag sickerte durch, dass die chinesischen Behörden drastische Strafen gegen das Unternehmen erwägen. Der Kurs brach in New York um 11% ein. Nachdem Didi vor einigen Wochen seine Aktien an der NYSE listen ließ, obwohl sich Chinas Regulierungsbehörde dagegen ausgesprochen hatte, gab es in den letzten Tagen eine behördlich angeordnete Durchsuchung der Firmenzentrale, um Beweise zu sichern, dass das Unternehmen gegen die Datensicherheit verstoßen würde. Die Befürchtung, dass die Sanktionen noch härter ausfallen würden als gegen Alibaba, vertreiben erneut globale Aktieninvestoren aus Hongkong und China. Der Hang Seng gab 1,5% nach, der Tech-Subindex sogar 3,1%. Chinas Börsen ca. 1% schwächer, was den apano-Stimmungsindex heute 2 Punkte kostet. In den USA sind hingegen die Kurse gestern weiter geklettert. Weil die enttäuschenden Jobzahlen die Wachstumsfantasie abbremste und damit die US-Renditen gezähmt blieben, waren insbesondere die Nasdaq-Werte gefragt. Es fand auch wieder das beliebte Pair-Trading statt: Nasdaq 100 long / Russell 2000 short. Der Russell gab gegen den Trend deshalb deutlich nach. Heute früh steigen aber beide Index-Futures einträchtig. Der deutsche Service-Einkaufsmanagerindex ist im Juli auf 62,2 gestiegen. Der Junistand war 57,5, die Prognose lag bei 58,9. Dieses Vertrauen der Dienstleister kommt an den Börsen gut an, zumal heute früh bereits die Industrie von einem brummenden Exportgeschäft im Juni berichtet hat. Zudem liegt auch der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Juli mit 65,6 über dem bereits hervorragenden Juniwert und 2,6 Punkte oberhalb der Prognose. Deutsche Aktien legen derzeit um ca. 0,6% zu, die Rückeroberung des 20-Tage-Durchschnitts bringt 2 Pluspunkte. Ebenso gefragt ist der STXE 600. Dieser wird heute früh insbesondere getragen von den zyklischen Sektoren Automobile (befeuert vom guten Valeo-Q2 Report) und Basisrohstoffe. Bemerkenswert: alle Subindizes sind zur Stunde positiv, was bedeutet, dass frisches Geld in die Aktienmärkte fließt. Die lockere EZB regt weitere Käufer im spanischen Anleihemarkt an, die 10y steuern erstmals seit Februar volle Punktzahl zum apano-Stimmungsindex bei (+1). Mit dem apano-Stimmungsindex berechnet apano Investments seit 2012 täglich die globale Marktstimmung und steuert damit u.a. die hauseigenen Investmentfonds „apano HI Strategie 1“ und „apano Global Systematik“.