Stimmungsindex

heute notierten Asiens Märkte schwächer, China jedoch stabil (+1 Punkt im apano-Stimmungsindex). Die Top Nachrichten kamen von Evergrande. Das Unternehmen hat die Wiederaufnahme des Börsenlistings beantragt (-10%) und verkündet, dass der Deal zum Verkauf eines Unternehmensteils an Hopson Development gekündigt ist. Ein Killerkriterium war offenbar, dass Hopson den Verkaufserlös nicht an Evergrande direkt überweisen wollte. Zwar verschärft sich nun das Liquiditätsproblem von Evergrande, aber zeitgleich ist es dem Konzern gelungen, eine am 3. Oktober fällig gewordene 260 Mio USD Anleihe, für die Evergrande als Garant in den Büchern steht, um 3 Monte zu verschieben. Als erforderliche zusätzliche Sicherheit wird der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens private Gelder in ein mit der Anleihe verbundenes Objekt einbringen. Der Preis für Heizkohle bricht in China heute um die maximal erlaubten 11% ein. China hat vorgestern angeordnet, die Produktion drastisch zu erhöhen und seine Importe hochzufahren. Seit Dienstag ist Heizkohle 20% billiger geworden. Der damit verbundene Rückgang der Preise für Industriemetalle – für deren Erzeugung viel Energie benötigt wird – lastet erneut auf dem Branchenindex Bergbau im STXE 600. Zugleich wirken noch die gestrigen zahlreichen Abstufungen durch Analystenhäuser. Die hohen Investitionsvorhaben der Branche in Kapazitätsausbau und ökologische Maßnahmen belasten die Gewinnprognosen. Auffallend schwach Japan, ohne konkreten Grund. Es kann vielleicht an den am 31. Oktober anstehenden Wahlen liegen. Der Nikkei stürzt um 8 Punkte im apano-Stimmungsindex ab. Die konjunkturellen Aussichten der Großregion werden derzeit vom IWF etwas negativer eingeschätzt. Auch von Reuters befragte Analysten haben erstmals seit Juni 2020 die auf 12 Monate vorwärts gerichtete Prognose des durchschnittlichen Gewinns pro Aktie für den MSCI Asia-Pacific Index um 1,26% zurück genommen. Gut kommen heute früh die Zahlen von SAP und Unilever an. IBM hat gestern Abend enttäuscht, Tesla und CSX lieferten solide Reports. Laut Refinitiv haben von den bislang 70 S&P 500 Unternehmen, deren Zahlenwerk vorliegt, 86% die Gewinnerwartungen übertroffen. Der ebenfalls gestern Abend veröffentlichte neue FED-Report berichtet von signifikant steigenden Preisen und Löhnen, während sich das Wirtschaftswachstum seit September verlangsame. Das sind gute Nachrichten für den Risk off – Indikator Gold (-2 im apano-Stimmungsindex). Dieser verliert damit heute 9 Punkte auf +16. Mit dem apano-Stimmungsindex berechnet apano Investments seit 2012 täglich die globale Marktstimmung und steuert damit u.a. die hauseigenen Investmentfonds „apano HI Strategie 1“ und „apano Global Systematik“.