Trendfolger hatten ein bewegtes Jahr und liegen aktuell zum Teil deutlich im Minus – auch das AHL Handelssystem, das zum Beipspiel im Investmentfonds Man AHL Trend steckt. Dennoch machen sie das, was man von Ihnen erwarten kann und sollte. Ist das ein Widerspruch?

Noch zum Jahresanfang erreichte AHL neue Höchststände. Dies geschah im Gleichlauf mit den Aktienmärkten, und Trendfolgestrategien konnten in der Art, wie sie arbeiten, nur auf steigende Aktienmärkte setzen. Doch mit den Höchstständen des DAX am 26. Januar dieses Jahres änderte sich das Bild der meisten Aktienmärkte deutlich. Der DAX beispielsweise ist von seinen Höchstständen rund 15% entfernt, so dass Trendfolger im Laufe der letzten Monaten auf vielen Aktienmärkte ihre Positionen gedreht haben und nunmehr von fallenden Märkten profitieren sollten. So funktionieren Trendfolger, wenn sich der Trend dreht und zunächst offensichtlich ein neuer – eben abwärts gerichteter – Trend entsteht. Ab Mitte Oktober war auch sehr gut zu sehen, wie dies im Depot wirken kann. Während die Aktienmärkte in einer Ausverkaufsphase übergingen, legte AHL rund +4% zu. Zu der vollständigen Geschichte gehört natürlich auch, dass diese Gewinne in der Rallye direkt Anfang November wieder verloren gingen.

Trendfolger tun aktuell das, was man von Ihnen erwarten kann

Was jedoch bleibt, ist die Erkenntnis, dass Trendfolger wie AHL aktuell das tun, was man von Ihnen erwartet: Sie diversifizieren ein Portfolio und können es schützen, wenn Märkte in eine Ausverkaufsphase eintreten. Erst im Rückspiegel – vielleicht in ein paar Monaten – werden wir wissen, ob sich die Aktienmärkte in einer Korrekturphase befinden, oder eine neue Baissephase entstanden ist, deren Ausverkauf uns möglicherweise erst noch bevorsteht. Fakt ist auch, dass Trendfolger in diesem Jahr recht deutlich im Minus stehen. Anleger, die davon im ersten Blick enttäuscht sind, sollten sich fragen, welche Rolle Trendfolger in einem Gesamtdepot spielen sollen.

Zu den Fakten gehört zudem auch, dass Trendfolger generell – und AHL im Besonderen – nach solchen Verlustphasen historisch eine gute Kaufgelegenheit waren. Die Devise lautet aus meiner Sicht daher: Kaufen bzw. Nachkaufen!

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