Wer kennt nicht die guten alten Gruselfilme: Untermalt von spannender Musik taucht der Schatten des Monsters auf. Oft erschrecken wir uns richtig.  Wenn wir das Monster dann in voller Größe sehen, ist das der Höhepunkt. Doch im Laufe des Films gewöhnen wir uns an die schaurige Gestalt und schließlich ist es sogar langweilig, sie zu sehen. Zum Schluss hat der Film gar ein Happy End und wir können beruhigt schlafen gehen. Was das mit der Börse zu tun hat?

Ähnliches könnte sich aktuell an der Börse abspielen. Das Gespenst ist hier die US-Notenbank, die ihre Stützungskäufe am Anleihemarkt reduzieren will. Als es zum ersten Mal im Mai dieses Jahres deutlicher auftauchte, gab es gleich starke Zuckungen an der Börse. So sackte beispielsweise der S&P 500 um 6 Prozent ab. Doch schon nach kurzer Zeit erholte sich die Börse wieder.

Erneut zeigte sich das Gespenst in diesen Tagen. Doch die Zuckungen der Finanzmärkte sind kaum noch zu spüren. Ich bekomme den Eindruck, die Notenbanker wollen nur oft genug darüber sprechen, damit das Gespenst seinen Schrecken verliert.

Vielleicht ist am Ende gar nicht so schlimm, das Monster in voller Größe zu sehen. Vielleicht gibt es sogar ein Happy End. Doch weil wir nicht im Film sind und es doch anders kommen kann, behalten wir es für Sie im Auge.

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