Die Öl-Futures zeigten in der letzten Woche hohe Stabilität, was insbesondere vor dem Hintergrund weiter steigender Lagerbestände als Indiz gedeutet werden kann, dass die Kurse die verheerende Angebotsseite auf dem derzeitigen Niveau nun doch eingepreist haben. Sehr wohlwollend nahmen die Märkte die neuen geldpolitischen Maßnahmen der japanischen Notenbank auf. Neben der Stabilisierung der großen globalen Aktienmärkte fällt insbesondere auf, dass sich nahezu geräuschlos die charttechnische Situation der Emerging Markets sowohl auf der Aktien- als auch auf der Anleihenseite deutlich verbessert hat. Das liegt an der leichten Erholung der Rohstoffpreise, jedoch schwingt auch insbesondere die Hoffnung mit, dass die US-Notenbank FED den Märztermin ohne eine weitere Zinsanhebung verstreichen lässt. Denn die Daten aus der US-Industrie sind recht widersprüchlich und legen nahe, die Rückkehr zur Zinsnormalität nicht zu forsch anzugehen. Zudem präsentieren sich die chinesischen Konjunkturdaten weiterhin unbefriedigend. Eine Streckung der Zinsanhebung in den USA würde den Aufwärtsdruck vom US-Dollar nehmen und damit auch vom Renminbi, dessen Verknüpfung mit dem US-Dollar unheilvoll die chinesische Wirtschaft belastet.

Stimmungsindex hellt sich auf

Der FONDS professionell Kongress 2016, der letzte Woche in Mannheim stattfand, brachte klar zum Vorschein, dass die große Mehrheit der Fondsmanager und professionellen Investoren für 2016 ein extrem schwieriges Umfeld für Aktien erwartet. Trotzdem ist zu konstatieren, dass sich die nach unseren Parametern gemessene Stimmung in der vergangenen Woche deutlich aufgehellt hat. Ist dies lediglich ein Aufbäumen im übergeordneten Abwärtstrend oder der ernsthafte Versuch einer Bodenbildung? Die Wahrscheinlichkeit für jede der beiden Thesen liegt bei 50 Prozent.

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