Aktueller Presseartikel

"Staatsanleihen gehören verboten" (Euro am Sonntag, 25.03.2012)

[...] Während über eine schärfere Regulierung der Finanzwelt debattiert wird, geraten hinter den Kulissen Staatsanleihen als Finan zie rungs instrument zunehmend in die Kritik. Markus Sievers (43), Chef des Finanzhauses Apano, fordert sogar ein Verbot.

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    Biografie von Cornelia Hupe

    Cornelia Hupe ist Hedgefonds-Beraterin (EBS/BAI). Sie ist bereits seit über 10 Jahren für apano tätig. Nach ihrer Ausbildung bei der Volksbank Unna war sie mehrere Jahre in der Privatkundenberatung bei der Commerzbank in Iserlohn beschäftigt. Sie verfügt über eine Spezialausbildung an der European Business School.

  • 18Jan

    Neuer Stresstest für 2012?

    Wort des Jahres 2011

    Von Cornelia Hupe | Hedgefonds-Beraterin (EBS/BAI) 18.01.2012 | Keine Kommentare

    Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden kürte den Begriff “Stresstest” zum Wort des Jahres 2011. Gleichzeitig erhoben Düsseldorfer Makler, Wertpapierhändler und Analysten „Euro-Gipfel“ zum Börsen-Unwort des Jahres.

    Börsianer kritisierten insbesondere die Häufung des Begriffes Euro-Gipfel. In einer offiziellen Mitteilung stellte die Düsseldorfer Börse fest, dass fast alle Gipfel mit der Staatsschuldenkrise und der Rettung des Euro – genauer der des Euro-Raums – zu tun hatten. Lösungen oder positive Nebenwirkungen auf die Märkte waren allerdings entweder nur kurz oder gar nicht zu spüren, heißt es weiter.

    Mit „Stresstest“ und „Euro-Gipfel“ sind aus meiner Sicht die richtigen Begriffe getroffen. Die Stressresistenz der EU wurde 2011 mehr als gefordert. Die gefährlichen Ungleichgewichte, die sich innerhalb der EU aufgebaut haben, werden den Euro auch 2012 weiteren Stresstests aussetzen.  

    So ist bislang nicht abzusehen, ob die EU-Mitgliedsstaaten ihre Finanz- und Wirtschaftspolitik dahingehend sicherstellen, dass alle Ausgaben der Mitgliedsstaaten im Wesentlichen einnahmen- und nicht schuldenfinanziert werden.

    Um weitere Stressoren bewältigen zu können, müssen endlich Veränderungen her, um gestärkt aus der Euro-Krise hervorzugehen:

    • effiziente Regulierung und Beaufsichtigung der Finanzmärkte,
    • ein Europäischer Währungsfonds kann klare Regeln für Finanz-Notfälle schaffen,
    • Einführung einer Schuldenbremse für Banken in Form einer absoluten Untergrenze des Eigenkapitals, bei der die gesamten Risiken einer Bank eingerechnet werden sollen,
    • Schaffen von Mechanismen, die privates bail in vor staatlichen bail out stellen,
    • Aufbau eines europäischen Bankenrestrukturierungsfonds (gestützt durch eine europäische Bankenabgabe),
    • Schaffung einer europäischen Ratingagentur, die für mehr Wettbewerb sorgt. Der Weitblick und die Gesamtbetrachtung fehlen da in meinen Augen völlig.

    Einerseits stellen die Euro-Gipfel immer wieder ein „gemeinsames Europa“ in den Vordergrund. Letztendlich macht doch jeder sein eigenes Ding. Die Idee eines geeinten Europa ist mittlerweile selbst zum Stresstest geworden. Ursprünglich stammt dieser Begriff aus der Medizin. Es bleibt weiterhin abzuwarten, ob 2012 das Heilmittel gegen einen europäischen Burn-out gefunden wird.

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