2001-2016: 15 Jahre apano

Anlässlich unseres heutigen Firmenjubiläums von apano möchte ich mich gemeinsam mit Ihnen erinnern. Es ist jetzt 15 Jahre her, dass wir unser Unternehmen zum Leben erweckt haben – im Jahre 2001, inmitten der größten Finanzkrise, die wir seit der großen Depression 1933 gesehen haben. Über 3 Jahre dauerte der Abschwung, der Aktienkurse rund um den Globus halbierte. Erinnern Sie sich noch an den „Neuen Markt“? 90% Kursverlust. Die Performance des „Nemax“, des Marktes für neue Börsengänge, war so desaströs, dass der Name vollständig vom Kurszettel der Börse verschwand.

Die Geburt von „anders denken zahlt sich aus“

Als wir uns seinerzeit während dieser historischen Baissephase auf den Weg gemacht haben, wollten wir das Thema Geldanlage von einer anderer Perspektive aus betrachten. Wir dachten darüber nach, auch von fallenden Kursen profitieren zu können. Unsere Firmenphilosophie „anders denken zahlt sich aus“ war geboren. Und das sorgte damals, mitten in der noch tobenden Finanzmarktkrise, für Aufsehen. Geld verdienen, wenn andere Kursverluste erleiden. Damals sprachen wir über Trendfolger – eine spezielle Form von Hedgefonds. Über Hedgefonds – oder wie diese Assetklasse nach Franz Münteferings Interview in der Bildzeitung auch genannt wurde: „Heuschrecken“ – wurde damals intensiv geschrieben. Viel Missverständliches aber und oft war der Diskurs sogar unfair. Und doch haben wir uns immer der öffentlichen Debatte gestellt. Es mündete in persönlichen Highlights wie eine Diskussion mit dem damaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche Deutschlands, Nikolaus Schneider, sowie auch einer Fernsehdebatte über Spekulanten bei Anne Will u.a. zusammen mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Viele damals vertraute Dinge haben Platz gemacht für Neues

Aber auch abseits der Aktienmärkte war es eine bewegte Zeit. Der Beginn dieses Jahrtausend stand im Zeichen großer technischer Veränderungen. Vor allem das Internet entwickelte sich rasant. Unternehmen wie Facebook, die heute aus vieler Leben nicht mehr wegzudenken sind, existierten damals zu unserer Firmengründung nicht. Das deutschsprachige Wikipedia ist gerade mal 5 Tage älter als unser Unternehmen apano. Natürlich erinnern Sie sich auch an die D-Mark. In dieser Währung haben wir damals unser Stammkapital eingezahlt. Viele vertraute Dinge haben sich geändert und haben Platz gemacht für Neues.

Transparenter und regulierter als früher

Auch wir haben uns verändert. Anfangs investierten unsere Kunden über Genussscheine bermudianischer Offshore-Gesellschaften in unsere Global Futures Funds-Produktserie. Damals war es wegen der Finanzmarktvorschriften nicht möglich, solche Fonds vor unserer Haustür zu gründen. Zu Beginn war es zeitgemäß, einmal im Quartal über die Handelsgeschehnisse zu berichten. Heute ist alles sehr viel transparenter und weitaus besser reguliert. Jederzeit verfügbare Realtime-Informationen und tägliche Preisfeststellungen sind heute in vielen unserer Produkte der Standard.

Viele dieser Veränderungen sind durch die letzte Finanzmarktkrise 2008 entstanden. Viel hat sich in den letzten Jahren zum Besseren gewendet aber viele Fragen sind auch offen geblieben. Wenn auch die Finanzmarktkrise selbst langsam in unserer Erinnerung verblasst, so sind einige Folgen noch heute im Tagesgeschehen präsent. Die Rettungsaktionen der Notenbanken führte zu einer nie zuvor gesehenen Negativzinsphase, die wir alle spüren.

Bei all diesen Veränderungen und Entwicklungen blicken wir gemeinsam mit unseren rund 30.000 Kunden, die wir in den letzten Jahren betreuen durften, auf 15 ereignisreiche Jahre zurück. Es war und ist uns eine Freude mit unseren Kunden so stabil die überwiegend guten aber auch die schwierigeren Jahre gemeistert zu haben.

Antworten auf geänderte Märkte und Kundenbedürfnisse

Die Herausforderungen bleiben uns indes auch für die Zukunft erhalten.  Märkte und Kundenbedürfnisse haben sich geändert. Null- und Minuszinsen zwingen allerorts Investoren dazu, über neue Wege der Kapitalanlage nachzudenken. Also müssen sich auch die Antworten auf diese neuen Fragestellungen ändern. Gestartet sind wir vor 15 Jahren mit einer Antwort, nämlich dem Trendfolgesystem AHL, gemeinsam mit unserem Produktpartner Man Investment in London. Heute haben wir eine deutlich erweiterte und exquisite Produktpalette gestückt mit den besten Antworten weiterer erstklassiger Investmenthäuser.

Wir werden nicht müde werden und in den kommenden Jahren alles geben, um Ihr Geld sicher anzulegen. Dabei werden wir trotz aller Veränderung wie gewohnt abseits der ausgetretenen Börsenpfade fündig werden. Was früher und Morgen noch zählen soll ist: „Anders denken zahlt sich aus“.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Auf die nächsten Jahre!

Nach Crash kommt Panik?

Die Aktienmärkte kennen aktuell offenbar nur noch eine Richtung – und die ist abwärtsgerichtet. Aus technischer Sicht ist der Markt überverkauft und eigentlich scheint eine Zwischenerholung (im Fachjargon auch Bärenmarktralley genannt) überfällig. Jedoch werden bereits erste Aufwärtsbewegungen von Investoren genutzt, um weiter Risiko herauszunehmen. Der Dow Jones liegt inzwischen auf 2-Jahres-Tief.

Steigende Volatilität und steigender Goldpreis

Sichere deutsche Staatsanleihen werden teils trotz negativer Zinsen gesucht. Die Volatilität steigt und zuletzt sprang auch Gold deutlich an. Es ist eben diese Mischung und auch die zuletzt deutlicher ansteigenden Anzeichen einer Panik an den Märkten, die am heutigen Morgen auch den apano-Stimmungsindex vom ohnehin (negativen) neutralen Bereich in das pessimistische Szenario trieb. Erstmalig seit Start der Berechnung in 2013!

Verunsicherte Investoren und sich verstärkende Rezessionsängste

Die Gründe für die sich weiter verschlechternde Marktstimmung sind vielfältig. Auf den ersten Blick kam die Rede von FED-Chefin Janet Yellen gut an, da sie eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr vom Verlauf der Konjunktur abhängig machen wollte. Taubenhafte Töne, die der Markt hören wollte und die zunächst Treiber eine Zwischenerholung hätten sein können. Aber eben die Tatsache, dass sie an dem Basisgedanken von weiteren Zinsanhebungen festhielt, verunsicherte die Investoren auf den zweiten Blick zutiefst. Schlechte Quartalszahlen und ein schlechter Ausblick der französischen Großbank Société Générale kamen in diesem Umfeld ebenfalls nicht gut an. Zudem vermeldete der Vorstand von Cisco Systems, trotz guter Quartalszahlen, dass die Investitionsbereitschaft von Unternehmen wegen der Finanzkrise rückläufig wäre. Mit der Aussage, dass die Finanzkrise die Realwirtschaft treffen könnte, verstärken sich Rezessionsängste.

Auswirkungen auf vom Stimmungsindex gesteuerte apano-Fonds

Im aktuell turbulenten Geschehen gilt es also weiter sehr genau auf die Märkte zu schauen. Sollte sich das pessimistische Szenario des apano-Stimmungsindex bestätigen, werden wir die Portfolioaufstellung des vermögensverwaltenden Mischfonds apano HI Strategie 1 sowie auch des neuen Fonds „apano Global Systematik“ kurzfristig deutlich defensiver ausrichten.

Jetzt entscheidet sich, ob es eine Jahresendrallye geben kann!

Eine historische Woche ist beendet und die Zinswende in den USA ist vollzogen. Die letzte Zinserhöhung hat es am 29. Juni 2006 gegeben. Vor der Zinsentscheidung war die Nervosität groß gewesen. Gleichwohl die überwiegende Mehrzahl der Marktteilnehmer mit diesem Schritt rechnete, gab es gerade nach der Enttäuschung der letzten EZB-Sitzung verbliebene Zweifel über den Ausgang und vor allem über die Reaktion der Märkte . Doch die FED lieferte und erfüllte auch gerade den Wunsch der Märkte, weitere Zinsschritte behutsam vorzunehmen. Zunächst gab es an den Märkten eine Befreiungsrallye, die jedoch nicht den großen Verfallstag am Freitag überdauern konnte. Zum Wochenschluss gaben die Kurse deutlich nach und die Stimmung verschlechterte sich. Da jedoch große Verfalltage häufig irrationale Bewegungen mit sich bringen, wird der Wochenstart sehr wichtig werden und entscheiden, wie es in diesem Jahr zum Thema Jahresendrallye weiter gehen wird.

Guter Wochenstart an den US-Märkten entscheidend

Es liegt einiges an Last auf den Märkten, was auf die Stimmung drückt. Die USA zeigen zwar robuste Wachstumszahlen, die auch für das kommende Jahr prognostiziert werden. Es darf aber nicht übersehen werden, dass der Preisverfall des Öls sowie auch der nach wie vor starke Dollar-Spuren in den Bilanzen der US-Unternehmen hinterlassen werden. Die US-Märkte sind nun einmal Taktgeber der Weltmärkte und kommen seit einiger Zeit nicht aus ihrer recht engen Handelsspanne heraus. Darüber hinaus zeigen auch europäische und asiatische Aktienmärkte technische Schwächen. Insgesamt präsentiert sich der apano-Stimmungsindex daher auch in einem mittleren neutralen Bereich. Sollte jedoch den US-Märkten ein guter Wochenstart gelingen, könnte es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine versöhnlichen Jahresausklang durchaus geben.

Wie man Emotionen an der Börse in den Griff bekommt

Panik, Gier, Euphorie oder auch Angst: Die Börse ist seit jeher voller Emotionen. So kann es an turbulenten Tagen auf dem Parkett der Frankfurter Börse schon mal etwas lauter werden.

Auch Privatanleger können sich dem nicht entziehen – und handeln oft emotional und machen deshalb Fehler. Was lässt sich dagegen tun? Fragen zu diesem Thema vom ehemaligen n-tv-Moderator Andreas Franik habe ich mich jetzt direkt in der Frankfurter Börse gestellt. Erfahren Sie mehr hier im Videointerview.

EZB enttäuscht!

Die EZB hat gestern neue geldpolitische Beschlüsse gefasst. Sie senkt den Einlagensatz von aktuell -0,2% auf -0,3% und verlängert gleichzeitig das monatliche Anleihekaufprogramm um 6 Monate, so dass es mindestens bis März 2017 laufen wird. Trotz dieser weiteren Lockerung hat Mario Draghi damit die Märkte offensichtlich sehr deutlich enttäuscht. Binnen weniger Handelsminuten gab es heftige Korrekturen sowohl auf den Aktien- und Anleihemärkten als auch auf den Währungsmärkten. Aus meiner Sicht hat sich das Mario Draghi selbst zuzuschreiben. In den letzten Wochen ist er nicht müde geworden, eine noch weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht zu stellen. Wer ankündigt und nicht liefert, enttäuscht eben.

Die Heftigkeit des Kursrutsches überrascht

Andererseits: Das erklärt zwar die Enttäuschung aber die Heftigkeit der Reaktionen unseres Erachtens nicht. Schließlich wird das Anleihekaufprogramm verlängert und so um weitere 360 Mrd. Euro erweitert! Darüber wird die Kreditvergabe durch die weitere Senkung des Einlagesatzes angekurbelt. Die Geldschleusen werden also weiter geöffnet und die ohnehin nicht negativen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen somit verbessert. Dennoch gilt es, den tatsächlichen Bewegungen an den Märkten Rechnung zu tragen:

Rekorverdächtiger Rückgang im apano-Stimmungsindex

Der apano-Stimmungsindex registrierte eine extreme Stimmungsverschlechterung und taucht nach dem gestrigen Handelstag deutlich in das neutrale Szenario ein. Am Tag zuvor standen wir noch auf der Schwelle zum optimistischen Szenario. Eine solche deutliche Veränderung in nur einem – genau gesprochen – halben Handelstag ist ein rekordverdächtiger Stimmungsverlust. Der gleichzeitige Einbruch von Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten belegt, dass die Anleger „auf dem falschen Fuß“ erwischt wurden. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht sicher sagen, ob das nun der Anfang einer deutlicheren Korrektur ist, oder ob sich die Märkte in den kommenden Tagen stabilisieren – und dem folgend erholen – können. Im Rahmen unseres vermögensverwaltenden Fonds, dem apano HI Strategie 1, haben wir während der Erholung des Vormittags eine leichte Reduktion der Aktien- und Währungsquote vorgenommen. Wie oben beschrieben werden wir eng am Markt agieren müssen und bei einer weiteren Korrektur sukzessive Risiko herausnehmen. Auf der anderen Seite wollen wir auch nicht auf dem jetzigen Kursniveau übertriebene Risikoscheu an den Tag legen und damit riskieren, bei einer Erholung nicht ausreichend investiert zu sein. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der apano-Stimmungsindex das neue neutrale Szenario bestätigt oder ob wieder ein zuversichtliche Szenario gemessen werden kann.

apano-Homepage in neuem Gewand

Moderner und interaktiver: In frischen Farben präsentiert sich seit heute die neue Webseite von apano. Das klare und auf alle Endgeräte (Smartphone, iPad oder PC) angepasste responsive Design und die Seitenstruktur orientieren sich noch stärker an den Wünschen der Nutzer.  Der mit Bildelementen visualisierte neu integrierte Produktfinder erleichtert dem User, sich für die für ihn und seine Lebenslage passende Geldanlage zu entscheiden und sich umfassend über alle Produkte zu informieren.

Stärkere Kundeninteraktion

Die Einbindung eines Auszahlplanrechners sowie einer Chat-Funktion ermöglichen zudem einen verbesserten Service und die direkte Kommunikation mit der apano-Kundenbetreuung. Der Besucher kann weiterhin online sein produktspezifisches Infopaket anfordern und direkt per Orderformular Ihr gewünschtes Produkt zu kaufen.

Wir hoffen, dass Ihnen unser neuer Internetauftritt gefällt, und wünschen Ihnen viel Spaß beim Surfen und freuen uns auf Ihr Feedback.

Europäische Aktien mit gutem Potenzial

Die US-Notenbank Fed sendete deutliche Signale, dass die Zinswende in den USA unmittelbar bevorsteht und in der Sitzung am 16. Dezember vollzogen wird. Untermauert wird dies von deutlich besser als erwarteten Arbeitsmarktzahlen am Freitag. Gleichwohl einige US-Fundamentaldaten unter den Erwartungen geblieben sind, ist nicht zu erwarten, dass diese für die Entscheidung der FED relevant sein werden.

Auch seitens der Emerging Markets, die von einer Zinsanhebung in den USA am meisten betroffen wären, hat sich die Lage stabilisiert. Eine Zinsanhebung scheint dort inzwischen eingepreist zu sein. Gleiches gilt für die Währungs- und Rentenmärkte. Europäische Staatsanleihen folgten den US-Märkten und Renditen zogen ebenfalls an. Der Dollar gewann deutlich an Stärke, zumal auch die Europäische Notenbank vor einer Ausweitung des Anleihekaufprogramms zu stehen scheint.

Fazit: Die US-Märkte müssen nun auf dem recht hohen Bewertungsniveau Stabilität beweisen. Einerseits lastet die Zinserhöhung auf der Stimmung, anderseits geschieht eine solche auf dem Rücken einer günstigen US-Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage. Unter verstärkter Beobachtung sollten auch die rohstoffexportierenden Emergings Markets stehen, für die sowohl die US-Zinsanhebung, als auch der feste Dollar und die schwachen Rohstoffpreise problematisch sind. Insgesamt signalisiert der apano-Stimmungsindex nach wie vor ein „zuversichtliches“ Szenario.

In den kommenden Wochen sollten vor allem europäische und japanische Titel davon profitieren können. Nach dem Kurssprung der letzten Wochen sollte eine weitere Phase der Konsolidierung jedoch nicht überraschen. Bezüglich unsere vermögensverwaltenden Mischonds, apano HI Strategie 1, würden wir kleinere Rücksetzer im Rahmen einer unveränderten Gesamtbewertungen durchaus für Nachkäufe bei Aktien nutzen.

Märkte stabilisieren sich nach „Oktoberrally“

Nachdem in der Vorwoche die Märkte – speziell in Europa – einen rasanten Zuwachs verzeichneten, beruhigte sich die Entwicklung in der letzten Woche deutlich. Im Fokus der Anleger standen erneut die Aussagen der Notenbanken. Die FED überraschte dabei mit der Mitteilung, eine Zinserhöhung für Dezember nach wie vor in Betracht zu ziehen.

Das dämpfte die Stimmung an den Aktienmärkten leicht und brachte eine Kehrtwende im Renditeverlauf der Rentenmärkte mit sich. Auch in Japan überraschte die Notenbank. Während von einer weiteren Ausweitung der bereits lockeren Geldpolitik ausgegangen wurde, beließ es die Notenbank hingegen auf dem aktuellen Niveau.

Abgesehen von den Aussagen der Notenbanken stand die laufende Berichtssaison im Blickpunkt. Neben positiven Meldungen, beispielsweise von Apple, gab es auch eine Reihe negativer Meldungen, vor allem aus Bankensektor – beispielsweise die Deutsche Bank.

Fazit: Die wichtigsten Märkte laufen auf hohem Niveau seitwärts und konsolidieren nach dem dynamischen Verlauf im Oktober. Da die Notenbank die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember offen gelassen hat, werden sicher alle Fundamentaldaten, besonders die US-Arbeitsmarktdaten, diesbezüglich gedeutet. Darüber hinaus steht auch die Berichtssaison der Unternehmen vor einer weiteren intensiven Woche. Wenn es zu keinen negativen Überraschungen kommt, sollte es an den Aktienmärkten weiter aufwärts gehen können.

Jedoch liegen auch einige technische Widerstände knapp oberhalb der jetzigen Bewertungsniveaus, so dass es auch bei normalem Börsenverlauf immer wieder zu leichteren Rückschlägen kommen kann. Insgesamt jedoch präsentiert sich der apano-Stimmungsindex robust zuversichtlich und entsprechend steht einer „Jahresendrally“ bisher nichts im Weg.

Die Märkte bleiben volatil

In dieser Woche steht die Zins-Entscheidung der US-Notenbank im Blickpunkt der Anleger. Dabei ist davon auszugehen, dass eine Erhöhung der Leitzinsen jetzt im September nicht eingepreist ist. Obwohl die weitere Stabilisierung des US-amerikanischen Arbeitsmarktes eine Erhöhung rechtfertigen würde, sprechen die aktuellen Marktunsicherheiten dafür, eine Zinserhöhung zu verschieben. Hatte die FED doch immer betont, dass eine Zinserhöhung „marktschonend“ durchgeführt werden soll. Es wird also eine knappe Entscheidung.

Anleger werden zudem besonders auf die noch in dieser Woche anstehenden Veröffentlichungen wichtiger Konjunkturdaten schauen. Entsprechend unruhig wird es an den Märkten zunächst weitergehen. Zudem belasten auch die Emerging Markets mit sinkenden Aktien- und Anleihekursen die Märkte. Auch China befindet sich weiter im Abwärtstrend: Unter den Erwartungen liegende Handels- und Preisdaten für August spiegeln die derzeitige chinesische Wachstumsabkühlung wider.

Fazit: Vor der Zinsentscheidung in den USA wird es weiter volatil an den Märkten zugehen. Doch es gibt auch einige Anzeichen dafür, dass die Börsen dabei sind, einen tragfähigen Boden zu finden und die Ursache des Markteinbruchs lediglich in den gesenkten Gewinnerwartungen wegen der konjunkturellen Entwicklung in den Schwellenländern zu suchen ist.

In der Folge der Zinsentscheidung könnte es einen Ausbruch der Märkte aus der aktuellen Handelsbandbreite geben. Der apano-Stimmungsindex steht nach wie vor im neutralen Bereich und verharrt nahe dem Stimmungstief der Vorwochen. Dies signalisiert immer noch, sehr vorsichtig zu agieren. Das Setzen auf einen Ausbruch der Märkte nach oben sollte also – wenn überhaupt – nur in geringem Umfang erfolgen. Ein Abtauchen der Märkte nach unten ist nach wie vor keinesfalls ausgeschlossen.