Rohstoffe für jede Marktlage

Für Verbraucher und Anleger derzeit kaum zu übersehen: Die Preise für Rohstoffe steigen. Dennoch sind steigende Rohstoffpreise keine Einbahnstraßen. In den letzten 100 Jahren gab es auf diesem Markt immer wieder ausgeprägte Haussen und Baissen. Mit Futures können Anleger beide Entwicklungen für sich nutzen.

Ein Investment, bei dem Anleger von beiden Marktrichtungen profitieren können, sind Managed Futures. Steigt zum Beispiel der Preis für Rohöl, können Managed-Futures-Händler „long gehen“, um damit Gewinne zu erwirtschaften. Fallen die Preise für Rohöl wieder, gehen Managed-Futures-Händler „short“ in Rohöl und nutzen somit fallende Kurse. Doch was sind die wichtigsten Gründe für steigende und fallende Rohstoffpreise? Zuallererst: Rohstoffe sind endlich – irgendwann geht auch das letzte bisschen Kohle, der letzte Tropfen Öl zur Neige. Preise sind Knappheitsindikatoren, daher steigen die Preise. Außerdem wächst die Weltbevölkerung und damit die Nachfrage. Letztere wird durch Schwellenländer wie China angekurbelt. Zudem sind viele rohstoffproduzierende Länder in politisch oder klimatisch weniger stabilen Regionen gelegen. Jedoch: Fallende Rohstoffpreise sind in Zukunft dennoch nicht ausgeschlossen. Die weltweite Konjunktur und damit die Nachfrage kann durchaus abflachen. Regionen können langfristig befriedet oder neue Vorkommen und Fördermethoden entdeckt werden. Anleger sind mit einem Managed-Futures-Investment auch bei fallenden Preisen auf der sicheren Seite.

Ausgewählte Anlagen fürs Portfolio

Ein einfaches Aktien-/Anleihen-Portfolio hat ausgedient. Denn die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten haben sich geändert. Anleger müssen sich heute deutlich breiter aufstellen. Ein gut gestreutes Vermögen besteht dabei aus vielen Einzelinvestments. Vereint können diese gute Gewinne bei mittlerem Risiko erzielen. Einige Investments gehören aus meiner Sicht ganz besonders in ein mögliches Zukunftsportfolio.

Dazu zählen nicht beliebig vermehrbare physische Wertgegenstände mit Sammlerwert wie Kunst, Wein und Antiquitäten, aber auch  Edelmetalle, besonders als Münzen und Barren. Außerdem gewinnen Immobilien als Sachwertanlage wieder an Beliebtheit. Hier würde ich mich aber auf selbst genutzte Objekte beschränken. Im Wertpapierdepot ist bei Anleihen sorgfältige Prüfung vonnöten. Denn selbst viele staatliche Schuldner gelten heute nicht mehr als erstklassige Adressen. Das wirkt sich unmittelbar auf die Wechselkurse aus. Daher lohnt sich ein Blick auf Fremdwährungsanleihen. Aktien sind für jeden Investor, der an globales Wirtschaftswachstum glaubt, unbedingt  Kernbestandteil seines Portfolios. Zudem werden Aktien wieder als Sachwert erkannt und als Inflationsschutz wahrgenommen. Persönlich favorisiere ich zur Stabilisierung eines Aktien-/Anleihe-Portfolios zwei absolut konträre Strategien: zum einen Produkte, die in Seitwärtsmärkten schöne Mehrrendite liefern. Hierzu gehören Discountzertifikate. Zum anderen Produkte wie Managed Futures. Diese können sehr große Marktbewegungen in beide Richtungen nutzen.