Same old story – Öl und China

Der Druck des Ölpreises bringt nun das nicht der OPEC angehörige Oman dazu, laut über ein Angebot zur Senkung seiner Ölfördermenge um 5-10% nachzudenken. Vielleicht ist das ein erster Schritt, die Abwärtsdynamik des Preisverfalls abzubremsen? In diesem Blog weise ich schon seit Wochen darauf hin, dass die Negativfaktoren des fallenden Ölpreises viel schwerwiegender sind als die Vorteile für den Verbraucher. Eine deutliche Erholung oder zumindest eine glaubwürdige Stabilisierung ist meiner Meinung nach die Grundvoraussetzung, dass sich die globalen Aktienmärkte aus ihrem derzeitigen Abwärtstrend befreien können. Den anderen Nukleus bildet China. Von dort werden morgen früh überaus wichtige Wirtschaftszahlen erwartet, unter anderem, wie sich Chinas Bruttoinlandsprodukt 2015 entwickelt hat. Die Schätzung liegt bei 6,8%. Das Problem ist, dass dem Wahrheitsgehalt der Zahlen niemand so recht vertraut, sollten sie im Rahmen oder sogar oberhalb der Erwartungen ausfallen. Wird jedoch ein glaubwürdigerer – also deutlich darunter liegender – Wert  veröffentlicht, könnte dies wiederum die Märkte schocken. Last but not least will auch die Wundermedizin der Notenbanken nicht mehr so recht funktionieren. So lassen sich insbesondere die US-Verbraucher nicht von der Angst vor steigenden Zinsen noch schnell zu Konsumentenkrediten zu noch günstigen Konditionen verleiten, sondern erhöhen unverdrossen weiter ihre Sparquoten.

Anleger von der Heftigkeit des Kurseinbruchs an den Aktienmärkten überrascht

Es ist trotzdem keine Panik im Markt zu verspüren, es finden weder fluchtartige Bewegungen in sichere Staatsanleihen statt noch schießt der Goldpreis in die Höhe. Jedoch befindet sich die Volatilität auf einem historisch angespannt hohen Niveau. Da das Umsatzvolumen in den letzten Wochen nicht außergewöhnlich hoch war, ist davonauszugehen, dass viele – private wie institutionelle – Anleger von der Heftigkeit des Kurseinbruchs an den Aktienmärkten überrascht wurden, weiterhin hoch investiert sind und nun auf herben Buchverlusten sitzen. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen deutlichen Kurserholung, wenngleich kleinere Gegenrallyes immer einkalkuliert werden sollten.

Beruhigende Signale vom Weltwirtschaftsgipfel in Davos?

Morgen beginnt der Weltwirtschaftsgipfel in Davos, von dem durchaus beunruhigende Signale Richtung Börse gesendet werden könnten. Dennoch sehe ich keinen Crash auf die Märkte zukommen, am Ende des derzeitigen Ausverkaufs dürfte ein sehr tragfähiger Boden und eine gesunde Basis für eine neue Hausse entstehen. Aber es muss nach Jahren der Gängelung durch die Notenbanken den Börsen endlich einmal erlaubt sein, richtig auszuatmen.

Die USA gegen den Rest der Welt

Das neue Börsenjahr hat mit einem ausgeprägten Fehlstart begonnen. Freilich war bereits der Jahresausklang von Abgaben geprägt gewesen, so dass sich die ohnehin überaus klägliche sonst übliche Jahresendrallye bereits zum Silvesterabend wieder komplett verflüchtigt hatte. Es greift deshalb zu kurz, nur dem chinesischen Aktienmarkt die Schuld an dem schwachen Debüt 2016 zu geben. Schon lange gab es nicht mehr so viele gleichzeitig auftretende negative Stimmungsfaktoren: die schleichende Renationalisierung des Schengenraums, zunehmende Aggressionen innerhalb der islamischen Welt, Sorgen um eine mögliche Abwärtsbeschleunigung der chinesischen Wirtschaft, der Entzug von Liquidität wegen der Beendigung der Zinslockerungsmaßnahmen in Amerika, existenzieller Druck auf die Ölförderindustrie, die Bedrohung der Stabilität einiger Schwellenländer wegen hartnäckig niedriger Rohstoffpreise und teurem US-Dollar sowie die angespannte Stimmung zwischen Russland und dem Westen mit der jüngst ausgesprochenen Verlängerung der Sanktionen um weitere sechs Monate. Jeder Punkt für sich betrachtet ist bereits ein Belastungsfaktor. Alle zusammen genommen sind sie eine hochgefährliche Mischung mit enormem Abwärtspotenzial für die Börsen. Wenn da nicht die US-Börsen wären.

US-Börsen verhindern notwendige Bereinigung der Aktienmärkte

Bereits 2014 und 2015 erwies sich der US-Markt stets als zuverlässige Bastion gegen jede Baissespekulation. Nach jeder etwas ausgeprägteren Abwärtsbewegung gab es urplötzlich einsetzende Kurssprünge, die zuletzt noch schneller liefen als die vorhergehenden Korrekturen. Dieser immer wieder auftretende V-förmige Kursverlauf des S&P ist es, der eine eigentlich übernotwendige Bereinigung der Aktienmärkte verhindert. Deshalb erwies sich Buy & Hold oder sogar Buy in Dips (Käufe in Schwäche) in den letzten Jahren stets als richtig. Inverstoren oder Fondsmanager, die versuchten, in Korrekturwellen das Risiko zu reduzieren, um sich oder seine Kunden vor der potenziellen Ausweitung zu einem Crash zu schützen, hatten zwar weniger Schwankungen auszuhalten, dies erfolgte aber stets zu Lasten der Performance, weil die V-förmige Erholung günstige Rückkäufe verhinderte. Kein Wunder also, dass es sich potenzielle Verkäufer inzwischen zweimal überlegen, ob sie taktisch Risiko reduzieren oder ob sie ihre Bestände einfach aussitzen. Bleibt aber der Verkaufsdruck aus, dann ist auch das Abwärtspotenzial begrenzt.

Typisches Erholungsmuster

Wird es dieses Mal anders verlaufen? Das ist schwer vorher zu sagen. Obwohl Amerika unter festem US-Dollar und schwachen Ölpreis besonders leidet und unmittelbarstes „Opfer“ einer Zinswende ist , hat sich auch gestern wieder in den USA das typische Erholungsbild im späten Handel gezeigt. Erst ein Schlusskurs des S&P unterhalb von 1980 könnte die Energie entfachen, die es benötigt, um einen Impuls zu bekommen, der eine größere globale Abwärtswelle der Kurse auslöst. Aber auch die Rückkehr der EZB nach ihrer Weihnachtsunterbrechung darf nicht unterschätzt werden. Zieht sie mit ihren Käufen die Renditen der europäischen Staatsanleihen auf neue Tiefs, könnte dies durchaus helfen, zusammen mit dem damit automatisch verbundenen festeren US-Dollar die Aktienmärkte hierzulande zu stabilisieren.

Déjà- vu: Manchmal wiederholt sich Geschichte doch

Der weiterhin robuste US-Dollar beflügelt weiterhin die global aufgestellten Exportunternehmen aus dem Euroraum. Ebenso unterstützt der freundliche EUR-Rentenmarkt die heimischen Aktienmärkte. In globaler Betrachtung hingegen fällt jedoch auf, dass sich die US-Aktien wie erwartet schwer damit tun, ihre alten Hochs aus dem Frühjahr zu überwinden. Beim japanischen Nikkei225 erweist sich die 20000 als derzeit unüberwindbar. Chinas Aktien erlebten am Freitag einen Kurseinbruch und bis auf wenige Ausnahmen präsentieren sich auch die übrigen Emerging Markets-Aktien derzeit eher schwächer. Das ist die hier schon des Öfteren aufgezeigte negative Auswirkung der niedrigen Rohstoffpreise und des teuren US-Dollar auf einen Großteil der Schwellenländer. Aber auch wichtige europäische Aktienmärkte außerhalb des Euroraumes wie UK und Schweiz zeigen sich uninspiriert und lustlos.

Erfüllt die EZB die hohen Erwartungen?

Das alles erinnert stark an das erste Quartal 2015. Euroland-Aktien gehen angeführt von Deutschland durch die Decke, der Rest der Welt tritt mehr oder weniger auf der Stelle. Klar ist, dass die glänzende Stimmung hierzulande nur dann Bestand hat, wenn die EZB am Donnerstag die in sie gesteckten hohen Erwartungen erfüllt. Sollte sie liefern, dürfte der DAX dem Vorbild des TecDAX folgen, der heute früh ein neues Rekordhoch erklommen hat. Freilich ist es für einen erfolgreichen Jahresendspurt erforderlich, dass die US-amerikanische Notenbank im Zusammenhang mit ihrer als fast sicher anzunehmenden Zinserhöhung Mitte Dezember die richtigen Worte findet und dem damit beginnenden Zinserhöhungszyklus jegliche Schärfe nimmt. Ich bin da ganz zuversichtlich.

apano-Homepage in neuem Gewand

Moderner und interaktiver: In frischen Farben präsentiert sich seit heute die neue Webseite von apano. Das klare und auf alle Endgeräte (Smartphone, iPad oder PC) angepasste responsive Design und die Seitenstruktur orientieren sich noch stärker an den Wünschen der Nutzer.  Der mit Bildelementen visualisierte neu integrierte Produktfinder erleichtert dem User, sich für die für ihn und seine Lebenslage passende Geldanlage zu entscheiden und sich umfassend über alle Produkte zu informieren.

Stärkere Kundeninteraktion

Die Einbindung eines Auszahlplanrechners sowie einer Chat-Funktion ermöglichen zudem einen verbesserten Service und die direkte Kommunikation mit der apano-Kundenbetreuung. Der Besucher kann weiterhin online sein produktspezifisches Infopaket anfordern und direkt per Orderformular Ihr gewünschtes Produkt zu kaufen.

Wir hoffen, dass Ihnen unser neuer Internetauftritt gefällt, und wünschen Ihnen viel Spaß beim Surfen und freuen uns auf Ihr Feedback.

Anhaltend hektische Kursbewegungen mit fast täglich wechselnder Richtung

Märkte aktuell: Nikkei 20000, S&P 2000, DAX 10000 – es scheint, dass die Anleger sich zunehmend damit abfinden, dass die großen runden Zahlen vorerst in unerreichbare Ferne gerückt sind. Die hektischen Kursbewegungen mit fast täglich wechselnder Richtung haben Nerven und Risikobudgets vieler Investoren an ihre Grenzen gebracht.

Zunehmend wandert auch das professionelle Geld der Großanleger an die Seitenlinie, was daran erkennbar ist, dass insbesondere die flexiblen Mischfonds sich zunehmend unelastischer zu den täglichen Kapriolen der Börsen verhalten. Großer Profiteur dieser zunehmenden Kapitulation bei den Aktien ist der Rentenmarkt: die Preise von Staatsanleihen mit guter Bonität testen wieder ihre Höchststände vom Frühjahr. Die Frustration der Fans von Dividendenpapieren spiegelt sich im apano-Stimmungsindex: das Barometer weist aktuell einen Stand nur unweit seines 2-Jahrestiefs auf.

Fazit: Der einzige Lichtblick ist, dass sehr viel Geld an den Seitenlinien steht. Genau das macht die Märkte derzeit aber auch extrem gefährlich, denn bislang löste diese Liquidität nur immer wieder heftige Strohfeuer aus mit dem Potenzial, Anleger zu massiven Fehlentscheidungen zu verführen. Wir halten uns deshalb lieber an den apano-Stimmungsindex. Dieser steht seit dem 11. August beharrlich und unverändert auf „Risk off“, so dass wir weiterhin nicht empfehlen können, zu mutig zu werden.

apano-Stimmungsindex auf höchstem Stand seit einem Monat

Heute Abend um 20:00h MEZ wird die US-amerikanische Notenbank FED verkünden, ob sie – erstmals seit vielen Jahren – die Zinsen anhebt oder diese Entscheidung zunächst nach hinten verschiebt. Ich glaube, ob sie erhöht oder nicht, ist gar nicht so wichtig. Viel bedeutsamer wird sein, wie sie ihre Entscheidung begründen wird und was ihre Pläne mit Blick auf 2016 sind. Einen singularen kleinen Schritt werden die Märkte locker wegstecken, nicht aber den Beginn einer Zinserhöhungsserie.

Der Blick auf den apano-Stimmungsindex zeigt, wie sehr sich in den letzten beiden Tagen die Situation an den globalen Märkten entspannt hat: Das Sentiment drehte von fast pessimistisch auf fast zuversichtlich. Die Investoren scheinen davon auszugehen, dass die FED heute Abend mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl agieren wird. Wir haben deshalb gestern Morgen damit begonnen, den von uns betreuten Fonds apano HI Strategie 1 wieder etwas offensiver auszurichten.

DAX wieder unter 11.000 Punkten

Noch im ersten Quartal diesen Jahres legten vor allem europäische Aktien und Anleihen einen fulminanten Jahresstart hin. Inzwischen ist einiges dieser Euphorie verflogen. Im heutigen Handelsverlauf durchschlug der DAX die Marke von 11.000 Punkten und liegt inzwischen von den Höchstkursen aus gesehen in einer Korrekturphase von rund 11%. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass anders als bei den meisten früheren Korrekturen die Anleihemärkte keinen sicheren Hafen bieten. Auf den Märkten lasten im Wesentlichen 2 Belastungsfaktoren:

Belastungsfaktor 1: Griechenland

Der erste Belastungsfaktor ist Griechenland. Seit Monaten inzwischen wird auf europäische Ebene verhandelt – ohne erkennbaren Erfolg. Die nach wie vor ungelöste Problematik führt zu Unsicherheiten und die lieben Börsianer bekanntlich nicht. Ende Juni muss Griechenland 1,4 Mrd. Euro an den IWF zurückzahlen. Bis dahin muss eine Lösung geschaffen werden oder eben die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles Griechenlands mit der möglichen Folge des Ausscheidens aus der Währungsunion steigt deutlich an. Gleichwohl wir damit unbekanntes Terrain beschreiten, sollte der Grexit doch heute deutlich besser zu verarbeiten sein, als noch vor 3 Jahren. Mit dem ESM ist eine Institution geschaffen worden, der die Ansteckungsgefahr auf Spanien, Italien und andere Ländern in Grenzen halten sollte. Dazu kommt das Kaufprogramm der EZB, welches die Anleihenmärkte in Europa stützen sollte.

Belastungsgsfaktor 2: Zinswende der US-Notenbank

Der zweite große Belastungsfaktor ist in der Zinswende der US-Notenbank zu sehen. Viele Marktteilnehmer erwarten, dass die Zinsen im Herbst angehoben werden und damit die Zinswende eingeläutet wird. Viele Argumente sprechen dafür, dass es so kommt: Die USA haben mit einer Arbeitslosenquote von unter 5,5% inzwischen wieder einen sehr robusten Arbeitsmarkt. Zudem bestätigen jüngste Konjunkturdaten, dass die US Wirtschaft im 2. Quartal wieder an Fahrt aufnimmt. Beides zusammen gibt der FED wenig Spielraum die Zinsen nicht zu erhöhen. Dennoch sollte die Zinserhöhung nicht zu belastend auf die US Aktienmärkte wirken. Die FED hat in der Vergangenheit mehrfach bekräftigt, dass eine Zinserhöhung behutsam stattfinden wird und ein Abwürgen des Wirtschaftswachstums verhindert werden soll. Auf dem Rücken der stärker werden Fundamentaldaten heben Analysten auch die zu erwartenden Unternehmensgewinne wieder an. Eigentlich gute Nachrichten für Aktionäre.

 Aktiv und eng am Markt reagieren

Aktuell jedoch dominiert die Unsicherheit der Marktteilnehmer. Die Unsicherheit spiegelt sich auch in unserem täglich gemessenen globalen apano-Stimmungsindex wieder. Seit dem Stimmungswechsel haben wir das Portfolio des „apano HI Strategie 1“ konsequent angepasst und Risiko herausgenommen. Sollte die Stimmung weiter abkühlen und die Märkte entsprechend nachgeben, werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Schließlich kann niemand aktuell ausschließen, dass es noch weiter abwärts gehen kann. Anderseits jedoch muss beispielsweise durch eine Verhandlungslösung im Fall Griechenland mit einer sprunghaften Markterholung gerechnet werden. Die sich daraus ergebenden Chancen wollen wir nicht verpassen. Derartige Kursniveaus sind eben auch als Chance zu sehen. Aus unserer Sicht ist es auch kein Marktumfeld, in dem zu diesem Zeitpunkt Pessimismus angebracht ist. Es gilt also sehr aktiv und eng am Markt zu reagieren.

Erhebliche Stimmungsabkühlung im apano-Stimmungsindex

Jetzt ist es also doch passiert. Nach einem mehrtägigen Hin und Her haben sich am Freitag die für unsere tägliche globale Stimmungsmessung relevanten 16 Märkte auf einem Niveau eingependelt, das im Gesamtergebnis nur noch für eine Beurteilung mit dem Gütesiegel „neutral“ reicht. Wir haben heute früh mit 11 Punkten den niedrigsten Wert seit vier Monaten ermittelt.

Positive Säulen sind weiterhin der japanische und der chinesische Aktienmarkt. Zudem erweisen sich Staatsanleihen mit Top-Bonität als ideal stabil: freundlich, aber nicht im Sinne von Panikanschaffungen. Ganz ordentlich schneidet weiterhin auch der US-Aktienmarkt ab. Auch die niedrige Volatilität des S&P, der ruhige Goldpreis und der stabile US-Dollar steuern Punkte auf der Haben-Seite bei. Abschläge gibt es derzeit hingegen bei den Anleihen mit niedrigerer Bonität, bei den europäischen Aktienmärkten, wo zudem auch die hohe Volatilität des DAX für Stirnrunzeln sorgt, sowie beim Industrierohstoff Kupfer.

Enttäuschende Konjunkturzahlen und Hängepartie um Griechenland

Begründen lässt sich die derzeit verhaltene Stimmung mit der Hängepartie um Griechenland, aber auch mit den insgesamt doch recht enttäuschenden Zahlen zur Konjunktur der großen Industrienationen. Insbesondere, dass das US-amerikanische Bruttosozialprodukt nach einem äußerst schwachen Auftaktquartal nur sehr zögerlich in das zweite Quartal hinein startet, bereitet den globalen Anlegern Sorge, zumal ein im Raum stehender baldiger US-Zinsanstieg die dortigen Wachstumsperspektiven zusätzlich belasten könnte. Der Anschaffungshunger der für die Weltwirtschaft immens wichtigen amerikanischen Konsumenten scheint gesättigt: eben herein kommende Zahlen zu den persönlichen Ausgaben im April wiesen keine Steigerung auf. Vor diesem Hintergrund bremst die recht hohe Bewertung die Euphorie für Aktien, denn die Kurse weltweit haben eine etwas höhere Gangart der globalen Wertschöpfung eingepreist.

Risikoreduzierung im apano HI Strategie 1

Wir haben in unserem Fonds apano HI Strategie 1 am Freitag damit begonnen, das Risiko leicht abzusenken. Da in unserem Verständnis das neutrale Szenario eine vorsichtigere Allokation erfordert, reduzieren wir heute erneut die Aktienquote. Zudem verändern wir die Gewichtung unserer gemanagten Zielfonds ein wenig, da defensivere Stile zu Lasten der offensiveren ausgebaut werden. Diesen Prozess werden wir in den nächsten Tagen schrittweise und konsequent fortsetzen. Sobald sich die aktuelle Stimmungslage ändert und dann vielleicht eine wieder offensivere Ausrichtung rechtfertigt, werden wir dies tun und Sie, liebe Leser, sehr zeitnah wieder darüber informieren.

Zu hoch gepokert

Der Grexit hätte fatale Folgen: Zahlungsunfähigkeit und soziale Unruhen in Griechenland wären vorprogrammiert. Und doch: Syrizas Drohgebärden machen den Austritt unvermeidlich. Als apano-Geschäftsführer wäge ich mit dem Privatmann Markus Sievers ab, was die richtige Lösung in der Griechenland-Frage sein könnte. Der Artikel ist heute auf „The European“ erschienen. Hier geht’s zum Artikel: http://www.theeuropean.de/markus-sievers/9679-syrizas-strategie-und-ihre-folgen.

The European ist das Debatten-Magazin, in dem Autoren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wichtige Debatten anstoßen.

Achten Sie auf Ihr Geld: Streuung als Patentrezept

Bei klarem Wetter fand am letzten Wochenende der Börsentag im Dresdner Congress Center statt. Die Aussichten für Sie als Kapitalanleger sind zu Anfang des Jahres allerdings alles andere als klar und einfach zu interpretieren:  DAX und DOW notieren zu Höchstständen. Die gleichzeitig herrschende Niedrigzinsphase führte zu einem hohen Informationsbedarf seitens der Privatinvestoren, bei denen das umfangreiche Informations- und Vortragsangebot beim Börsentag Dresden hoch im Kurs stand.

Der DAX wird nach wie vor für recht billig gehalten, obwohl es da auch andere Meinungen gab, die logisch stimmig sind. Die Überraschung aus der Schweiz kam unangekündigt und sorgte für weltweite Kurskapriolen (Entscheidung der Schweizer Nationalbank, die Unterstützung des Euro komplett einzustellen. Siehe dazu den Blog von Martin Garske).

Wie es mit dem Euro kursmäßig weitergeht, ist unklar. Die Zinsen bleiben unten. Mit einem solchen ökonomischen Setup durch das Jahr 2015 zu kommen, ist alles andere als einfach. Es kann sein, dass Aktien weiter gut laufen, das muss aber nicht der Fall sein. Steigende Goldpreise sind ein erster Angstindikator.

Was also tun?

Das Patentrezept ist Streuung – bezogen auf Regionen, Anlageklassen und Fälligkeiten, denn jedes Investment hat seine Zeit. Wer nicht streut, der kann fix ins Schleudern geraten.

In diesem Sinne: Achten Sie auf Ihr Geld. Sie brauchen Cleverness, oftmals viel Geduld, immer etwas Glück und auf jeden Fall das nötige Geld, um es gut anzulegen.

Wenn Sie das  das nicht in eigener Regie machen möchten, dann tun gut daran, sich professioneller Hilfe zu bedienen. Gut geführte Mischfonds im vermögensverwaltenden Stil sind daher gerade jetzt ein komfortables Investment, das in exakt diese Zeit passt.