2013 zurück auf der Erfolgsspur?

Die größten zu erwartenden politischen Eingriffe in die Finanzmärkte sind getätigt. Für Managed Futures könnte dies die Trendwende bedeuten.

Managed Futures haben in den vergangenen zwei Jahren darunter gelitten, dass politische Interventionen zu gedrehten Markttrends geführt haben. Laut Branchenindex Barclay Hedge machte die Branche 2012 insgesamt 1,8 Prozent Verlust, 2011 waren es 4,2 Prozent (Barclays BTOP50 Index, abgesichert in USD. Stand: 30.12.2012). Abrupte Richtungswechsel an den Märkten, die durch politische Großentscheidungen hervorgerufen wurden, haben dazu geführt, dass sich die Trendfolger auf der falschen Seite der Preisbewegungen befanden.

Ich gehe davon aus, dass sich die Politik in diesem Jahr deutlich weniger auf die Entwicklung der Märkte auswirken wird. Die jüngste Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), ohne Begrenzung Staatsanleihen aufzukaufen, und die Ausstattung des Europäischen Rettungsschirms mit einer höheren Finanzkraft als der Internationale Währungsfonds waren massive Schritte, die schwer zu steigern sind. Managed Futures haben nun die Chance, 2013 zu ihrer eigentlichen Stärke zurückzufinden.

Zwar sind politisch noch viele kleine Schritte erforderlich, damit die Euro-Krise nicht wieder aufflammt. Das Schlimmste ist aus meiner Sicht jedoch überwunden. Die Ratingagentur Standard & Poors kommt in einer aktuellen Studie ebenfalls zu dem Schluss, dass die Krise 2013 einen Wendepunkt nehmen könnte. Andere Stimmen, wie die von José Manuel Barroso, Chef der EU-Kommission, oder die von Bundesfinanzminister Schäuble, erklärten kürzlich diese gar schon für beendet.

Die volkswirtschaftlichen Risiken, die sich noch 2012 abzeichneten, sind 2013 bei weitem nicht mehr so hoch. In den wichtigsten asiatischen Märkten China und Japan sind neue Regierungen im Amt, die in erster Linie auf Wachstum bedacht sind. In den USA laufen die Binnenkonjunktur und der Export einigermaßen stabil und rund.

In Europa lässt ebenfalls der Druck nach. Die grundsätzlichen Probleme, wie etwa die massive Schuldenproblematik einiger europäischer Länder, sind zwar noch vorhanden. Niedrigere Zinsen und eine etwas höhere Inflation werden jedoch dazu beitragen, dass wir in ein paar Jahren auf ein akzeptables Niveau zurückkehren können.

Die Zeit der großen politischen Ausschläge ist meiner Ansicht nach erst einmal vorbei. Ich blicke mit Spannung darauf, was die kommenden Monate für Managed Futures bereithalten.

Bankrott der Investmentbanker?

Das Investmentbanking-Geschäft schrumpft zusammen. Eine Endzeitstimmung sehe ich allerdings nicht. Vielmehr hat unlängst ein Paradigmenwechsel eingesetzt.

Viele tausend Jobs wurden im Investmentbanking-Geschäft bislang gestrichen. In naher Zukunft sollen noch bis zu 25.000 weitere wegfallen. Nach den zahlreichen Skandalen in der Vergangenheit ist das nicht überraschend, sondern konsequent.

Der Spiegel spricht in seiner aktuellen Ausgabe von einer „Endzeitstimmung“. Vor allem für Pokerspieler ist im Anlagegeschäft kein Platz. Im Spiegel-Artikel heißt es sinnigerweise: „Im Handel gibt es tatsächlich den Typ Pokerspieler: mit Tattoo unterm Hemd, hoher Belastbarkeit und kurzer Aufmerksamkeitsspanne, der auf moral-befreites, kurzfristiges Gewinnmaximieren aus ist.“ Und richtig ist ebenfalls die Feststellung, dass dies mit traditionellen Investmentbanking nichts mehr zu tun hat.

Die gesamte Finanzbranche sollte sich auf den Weg machen, wieder Geschäfte anzubieten, die geeignet sind, die Ziele der Anleger zu erreichen. Ultrakomplexe Derivate und nicht nachvollziehbare Anlagen haben genauso ausgedient wie unregulierte und inflexible Produkte.

Keine Frage: Früher haben Kunden die Finanzdienstleister beauftragt, die eine maximale Rendite in Aussicht stellten. Damals galt auch noch die Maxime „Kaufen und liegen lassen“. Doch heute hat der Wunsch vieler Anleger nach Mehrwert die Risikobereitschaft abgelöst.

Ein Paradigmenwechsel und auch ein Umdenken in der Investmentbranche haben unlängst eingesetzt. Vor dem Hintergrund starker Regulierungs- und Transparenzforderungen wird das Angebot nachvollziehbarer Produkte allmählich breiter. Gleichzeitig setzt sich auch der Diversifikationsgedanke nicht nur über Anlageklassen, sondern auch über Marktlagen, immer weiter durch.

Die Märkte sind zyklisch, und so ist auch das Anlegerverhalten. Die Zukunft der Investmentbranche kann nicht darin liegen, den abfließenden Geldern hinterherzujagen, sondern viel eher, mit cleveren Ideen und vernünftigen Konzepten neuen Kunden (und damit neuem Geld) entgegenzugehen.

In welche Werte investieren?

Was kaum jemand erwartet hat: das Jahr 2012 wurde zum goldenen Börsen-Jahrgang. Wie sollte sich der Anleger jetzt verhalten? Mit welcher Strategie kann das Aktienjahr 2013 angegangen werden? Die Chance liegt in ausgewählten Nachzüglern, welche die Börsenhausse 2012 verpasst haben.

Aus fundamentaler Sicht glaube ich, dass 2013 weniger spektakulär verlaufen wird als 2012. Die EZB sowie die europäischen Politiker haben unter Beweis gestellt, dass sie vor keinem Mittel zurückschrecken werden, um Griechenland – und damit auch alle anderen Euro-Staaten – in der Währungzone zu halten. In den wichtigen Staaten China und Japan sind neue Machthaber im Amt, die in erster Linie auf Wachstum bedacht sind.

In den USA ist ohnehin „nur“ das Thema Verschuldung relevant, da Binnenkonjunktur wie auch Export einigermaßen stabil laufen. Insgesamt herrscht eine Mainstream-Meinung vor, dass die Weltkonjunktur im ersten Halbjahr noch relativ schleppend sein wird, dann aber „hinten raus“ beschleunigt.

Nachdem etliche Werte aus dem DAX inzwischen auf Allzeithochs stehen und/oder in 2012 teilweise über 40 Prozent an Wert gewonnen haben, stellt sich die Frage, in welche Werte heute noch investiert werden kann, ohne dem Markt hinterher zu laufen. Mein Vorschlag lautet, auf ausgewählte Unterperformer des Jahres 2012 zu setzen und diese dann via Discount mit einem Sicherheitsabschlag zu erwerben.

In Deutschland kann das z.B. eine Commerzbank sein. Der deutsche Bankensektor hinkte 2012 der Kurserholung internationaler Banken weit hinterher. In der Branche hat sich das Umfeld gebessert: Große Abschreibungen auf Staatsanleihen sind abgehakt – und könnten bei einer Erholung nun zu Buchgewinnen führen. Hinzu kommt die Aufweichung von Basel III.

Daimler läuft gerade in ein interessantes Kursdreieck hinein, an dessen Ende ich einen Ausbruch nach oben vermute. Denn hier ist im Vergleich zu BMW und VW in 2012 wenig im Kurs passiert. Infineon hat 2012 ebenfalls verpasst, genauso wie die Dt. Telekom. Auf Ebene des Euro Stoxx 50 gefallen mir aus Frankreich Carrefour (Einzelhandel) und Compagnie de St Gobain (Bau). Beide notieren immer noch mehr als 50 Prozent unter ihren Tops von 2007. Auch Nokia ist interessant: Die neuen Smartphones bekamen gute Kritiken und die Firma verfügt über zahllose wertvolle Patente. Wer sich im Bereich Goldminen umschaut, findet mit Newmont Mining und Barrick Gold zwei Werte, die in 2012 regelrecht verprügelt wurden.

Zu beachten ist bei all diesen Werten, dass hausgemachte Probleme 2012 die Kurse bremsten oder sogar drückten. Alle diese Unternehmen haben ihre Einzelschicksale und waren nicht ohne Grund Unterperformer. Bis auf die beiden Franzosen sind alle oben erwähnten Papiere fulminant in das neue Jahr gestartet und erscheinen mir deshalb kurzfristig etwas überhitzt. Wer das direkte Engagement zu den aktuellen Kursen scheut, kann diese Aktien indirekt, nämlich in Form von Discountzertifikaten, erwerben und mit beruhigendem Sicherheitsabschlag in sein Depot legen. Das begrenzt zwar das Gewinnpotenzial ganz erheblich, wer sich aber mit einer realistischen 5 bis 7 Prozent Renditechance aufs Jahr gerechnet zufrieden gibt, kann zu dieser nervenschonenden Alternative greifen. Es ist zu beachten, dass die Dividendensaison in Kürze startet. Wer Discounter kauft, bekommt keine Ausschüttung. Das ist bei der Auswahl und der Festlegung des Basispreises zu beachten.

Insgesamt gilt es weiterhin, nicht übermütig zu werden: Die Notenbanken sehen das Treiben an den Börsen derzeit nämlich mit höchst gemischten Gefühlen. Mit billigem Geld wird rund um den Globus der Vorhof der Realwirtschaft – also die Börsen – geflutet. Das bläht das geschaffene Geldvolumen noch weiter auf und vergrößert damit die Inflationsgefahr. Darüber hinaus ist das Thema „Fiscal Cliff“ zwar vorerst vom Tisch, aber keine Lösung erarbeitet. In Europa wollen die Staaten allmählich dazu übergehen, Verschuldung abzubauen. Für die Konjunktur und die Unternehmensaufträge wirkt das dämpfend.

Technisch sehen die wichtigsten Aktienmärkte zwar momentan stabil aus, jedoch gibt es auch schon hier und da Übertreibungserscheinungen. Besonders ausgeprägt sind diese beim japanischen Nikkei 225, der in zwei Monaten ohne Verschnaufpause fast ein Viertel an Wert gewonnen hat.

Ganz sicher erleben wir auch 2013 wieder ausgeprägte Korrekturphasen. Aber ich glaube, dass wir eine tendenziell freundliche Börsenlandschaft sehen werden. Deshalb habe ich die hier vorgestellte Strategie in meinem privaten Depot schon teilweise umgesetzt und werde sie nun sukzessive ausbauen. Als begrenzt risikofreudiger Investor ist diese Vorgehensweise für mein Profil geeignet. Ziel ist, damit sicher und trotzdem rentierlich zumindest schon mal durch das 1. Quartal 2013 zu kommen. Dann wird Anker geworfen und neu disponiert.

Worauf müssen sich Anleger einstellen?

Die Wirtschafts-, Finanz- und Währungskrise begleitet Anleger nun schon seit fünf Jahren. Was erwartet Investoren im vor uns liegenden Jahr 2013?

Das Jahr 2012 war für Anleger erneut herausfordernd: Der Motor „Weltwirtschaft“ ist weiter
ins Stottern geraten und auch die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verschlechtert. Zudem ist die europäische Schuldenkrise nach wie vor nicht gebannt. Trotz dieser pessimistischen Fundamentaldaten floss den Kapitalmärkten massiv Geld zu. Gefragt waren bei Anlegern vor allem Aktieninvestments: Nur wer ein Risiko einging, konnte netto Geld verdienen. Risikolos und sogar risikoarm angelegtes Kapital brachte hingegen Investoren reale Negativrendite. Anleihen aus Ländern, deren Verschuldung moderat ist, erzielen zum Beispiel derzeit kaum einen Wertzuwachs. Die Schere zwischen Aktienmarkt- und Wirtschaftsentwicklung wurde aufgrund geldpolitischer Ankündigungen und Eingriffe in die weltweiten Finanzmärkte durch die Europäische Zentralbank (EZB) weiter geöffnet.

Alle bisherigen Prognosen für 2013 zeigen: Die deutsche Wirtschaft wird weiter schwach bleiben. In fast allen globalen Wirtschaftsräumen deuten die Konjunkturindikatoren ebenfalls nach unten. So geht die OECD davon aus, dass insbesondere Japan, aber auch Europa, China, Indien und Russland 2013 eine weitere Konjunkturabschwächung bevorsteht. Vor diesem Hintergrund betrachte ich mit Sorge die Aktienkursentwicklung in den kommenden Monaten. Die Tatsache, dass das Plus bei den Aktienkursen nicht zu den wirtschaftlichen Fundamentaldaten passt, birgt meiner Ansicht nach die Gefahr von Blasen. Diese können sehr schnell wieder platzen, da das Fundament, auf dem die Kursgewinne stehen, nicht stark genug ist.

Der Einfluss der Politik auf die Märkte hat in den vergangenen Jahren zudem stark zugenommen. Dies wird sich auf die Portfoliozusammenstellung auswirken. Wir haben heute sehr viel schnellere Marktbewegungen. Wenn es am Freitag aufgrund einer wirtschaftlichen Entwicklung eine Marktbewegung gibt, dann diskutieren die Politiker am Samstag darüber, verkünden am Sonntag eine Maßnahme und am Montag startet der Markt unter komplett neuen Vorzeichen in die Woche. Der Asset Manager steht daher von der Herausforderung, viel kurzfristiger zu denken und aktiver zu reagieren als früher. Dazu braucht er einen großen Handlungsspielraum. Diesen bieten dynamisch verwaltete Portfolios, die eher den Kapitalerhalt als die Jagd nach Marktrenditen in den Vordergrund stellen. Das macht aus meiner Sicht Multi-Asset-Fonds so interessant. Multi-Asset-Fonds dürfen anders als bei den normalen Aktien-Fonds oder Rentenfonds sowohl in Aktien und Anleihen als auch in Immobilien, Rohstoffe und Hedgefonds investieren. Da die einzelnen Anlageklassen unterschiedlich gewichtet und geändert werden können, kann der Portfoliomanager so auf eine sich ändernde Marktlage und Entwicklung reagieren.

Einige Anlageklassen bieten Investoren in den kommenden Monaten gute Chancen. Vorausgesetzt, dass die drohende Rezession in Europa weitestgehend vermieden werden kann, sehe ich europäische Aktien als eine interessante Option. Denn nach dem Crash von 2008 haben die Papiere gerade einmal einen Bruchteil aufgeholt.

Ein spannendes, und erneut herausforderndes Jahr 2013 liegt vor uns. Mit der richtigen Depotaufstellung kann es dennoch für Anleger gewinnbringend werden.

Jahresrückblick 2012

Das Jahr 2012 erwies sich als ein rasantes Auf und Ab: Euro-Rettung, ein erbittert geführter Wahlkampf in den USA, das Schlecker-Aus, nicht abebbende Unruhen im Nahen Osten, die Querelen um den Hauptstadtflughafen, der
wagemutige Sprung von Felix Baumgartner, der Absturz der Facebook-Aktie.

Die Turbulenzen deuteten sich bereits in der Vergangenheit in der Wahl zum „Wort des Jahres“ durch die Gesellschaft für deutsche Sprache an. Was 2010 mit dem „Wutbürger“ begann, entwickelte sich 2011 zum „Stresstest“ und „Shitstorm“ (Anglizismus des Jahres 2011) und gipfelte 2012 schließlich in die „Rettungsroutine“ (siehe: http://www.gfds.de/aktionen/wort-des-jahres/).

Auch sportlich betrachtet gab es kaum Verschnaufpausen mit Olympiade, Fußball-EM und dem BVB als Double-Gewinner. Ausdauer und einen langen Atem zu beweisen galt ebenso für die Finanzmärkte, denn auch hier machten die Turbulenzen keinen Halt und verunsicherten die Anleger. Der „Stresstest“ vom letzten Jahr setzte sich für Anleger in diesem Jahr fort.

Überschuldete Staatshaushalte, das Eingreifen von Notenbanken und Politik, Inflationsgefahr – dazu passt auch das Wort des Jahres 2012, „Rettungsroutine“. Die verschiedenen Maßnahmen und Gipfel zur Lösung der europäischen Wirtschaftskrise sind längst zu einer fast schon überdrüssigen Gewohnheit geworden.

Trotz aller Krisenrhetorik und Weltuntergangsszenarien infolge des Maya-Kalenders blicken wir zuversichtlich und optimistisch nach vorn auf ein neues Jahr 2013. Denn so schnell geht die Welt nicht unter wie wir gesehen haben – außerdem geht mein Outlook-Kalender auch viel weiter!

Wir wünschen Ihnen einen stressfreien Jahresausklang. Kommen Sie voller Zuversicht in ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches neues Jahr.

Unser Blog verabschiedet sich bis zum 02.01.2013 in die Winterpause. Ab dem 03.01.2013 sind unsere Blogger wieder für Sie da.

Banken 2013 vor großen Herausforderungen

Banken und Sparkassen steht ein schwieriges Jahr 2013 bevor. Insbesondere die Staatsschuldenkrise wird sie in den nächsten Jahren weiter massiv beschäftigen.

Die Staatsschuldenkrise fordert Banken und Sparkassen 2013 in mehrfacher Hinsicht heraus. So „zwingt“ der Staat über Risikovorschriften die Banken geradezu, eigenes Kapital in Staatsanleihen europäischer Länder zu investieren. Für diese Anleihen muss praktisch kein Eigenkapital hinterlegt werden, da sie (in der Theorie) als risikolos gelten. Dies birgt einerseits hohe Abschreibungsrisiken und andererseits bringt es kaum Zinserträge. Für deutsche Staatsanleihen müssen die Banken teilweise sogar einen Negativzins in Kauf nehmen.

Die Ertragssituation wird sich also ebenfalls massiv verändern. Banken konnten in den letzten Jahren von den sinkenden Zinsen profitieren und gute Erträge einfahren. Dieser Gewinn dürfte für längere Zeit wegfallen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Notenbank die Zinsen kurzfristig erhöhen wird, da dadurch die Zinslast der Staaten steigen und die Eurokrise sich weiter verschärfen würde. Der Realzins wird also weiterhin negativ bleiben – vielleicht über viele Jahre –, um die Staaten so zu entschulden.

Banken benötigen damit zukünftig dringend andere Ertragsquellen wie beispielsweise aus dem Provisionsgeschäft. Dies ist allerdings keine leichte Aufgabe. So verlieren vor allem Lebensversicherungen immer mehr an Vertrauen bei den Anlegern, da sie im aktuellen Zinsumfeld kaum noch den Garantiezins erwirtschaften können.

Je länger diese Situation anhält, desto mehr werden Lebensversicherungen „ausbluten“. Pessimisten sehen sogar eine erhöhte Konkursquote für die nächsten Jahre in dieser Branche. Stattdessen wird neben Immobilien und dem Kreditgeschäft das Wertpapiergeschäft eine wichtige Ertragssäule sein.

Hier hat sich der Kundenbedarf ebenfalls massiv verändert. Nach den zahlreichen Marktrückschlägen und Enttäuschungen in fast allen Anlageklassen ist der Kunde bescheidener geworden. Kapitalerhalt steht vor Renditemaximierung. Der Kunde sucht verzweifelt Anlagealternativen, die ihm sowohl Kaufkrafterhalt nach Inflation und Steuer bei gleichzeitigem Schutz vor Marktrückschlägen bieten.

Banken, die diesen Schutz bieten und ihr Provisionsgeschäft als stabile Ertragssäule etablieren können, werden aus meiner Sicht gestärkt und als Sieger aus der Krise hervorgehen.

Aktien weiter auf der Gewinnerseite?

Wer 2012 in Aktien investiert hat, war auf der Gewinnerstraße. Doch kommt 2013 der Katzenjammer?

Die Aktien in den wichtigsten Märkten legten zuletzt einen guten Endspurt hin. Dies basiert auf besser als erwarteten starken Wirtschaftsdaten aus den USA, aus China und aus Deutschland. Zudem verringert sich die akute Wahrscheinlichkeit einer Staatspleite in Griechenland. Vor dem Hintergrund der Wahl in Japan hat der Nikkei ebenfalls zugelegt. Seit Mitte November ist der Nikkei über 10 Prozent im Plus – weil mit einem Regierungswechsel und damit verbunden mit Konjunktur-monetären Spritzen gerechnet wird. Doch das Blatt kann sich schneller als erwartet erneut wenden. So stehen die Länder vor der Aufgabe, einen Spagat zwischen Schuldenabbau und Rezessionsvermeidung zu meistern. Dieser wird nur funktionieren, wenn das Investorenvertrauen in Anleihen vorhanden ist. Dafür müssen allerdings Länder mit A-Bonitäten wie Deutschland sehr niedrige Zinsen zahlen. Das durch Zinsen gesparte Geld stünde für den Schuldenabbau zur Verfügung. Dieses Vertrauen in Staatsanleihen würde es dann auch Länder wie zum Beispiel Italien, die nicht zu diesem A-Segment gehören, ermöglichen, ihre Zinsen auf einem erträglichen Niveau zu halten. Wenn dieses Kartenhaus im Anleihemarkt allerdings kippt, wird 2013 kein gutes Aktienjahr.

Anleger, die die Aktienrallye in 2012 bislang noch nicht mitgenommen haben, sollten mit einem Einstieg sehr vorsichtig sein. Der Dax liegt derzeit bei einem Plus von 28 Prozent. Historisch betrachtet ist dies kein guter Einstiegszeitpunkt.

Wenn die Lage weiter positiv bleibt – d.h. die USA, Deutschland und China stabil durch das Jahr 2013 gehen – können dann im kommenden Jahr zum Beispiel europäische Aktien Anlegern gute Chancen bieten. Denn nach dem Crash von 2008 haben die Papiere gerade einmal einen Bruchteil aufgeholt.

Die Anleger, der in Aktien investieren möchten, sollten darauf achten, dass erstens das Vertrauen in Staatspapiere hochbleibt, und zweitens Deutschland und die USA nicht in die Rezession fallen.

apano startet Online-Seminare

apano und die apano-Produktwelt bequem vom heimischen Rechner aus näher kennenlernen: Das  können Kunden und Interessenten ab nun regelmäßig bei den Online-Seminaren von apano. Gemeinsam mit zwei weiteren Wertpapierspezialisten aus der apano-Kundenbetreuung werde ich die kostenlosen Web-Seminare mit verschiedenen Themenschwerpunkten leiten.

Die bereits im Juli gestartete Webinar-Reihe setzen wir nun fort: Jeweils am 11.12.2012 und 12.12.2012, um 18 Uhr,
werde ich nun den Themenbereich „Geschlossene Produkte“ sowie apanos neues Produkt, die Wachstum Plus Kapitalschutzzertifikate 1, eine Kombination aus zwei langjährig erfolgreichen Strategien, näher erläutern.

Weitere Online-Seminare zu den Wachstum Plus Kapitalschutzzertifikaten 1 werden voraussichtlich im Januar 2013 folgen. Darüber hinaus planen wir für 2013 Webinare u.a. zu offenen Investmentfonds aus der apano-Produktwelt sowie generell zu den Produkten unseres Partners Man, einem der weltweit führenden Alternative-Investments-Anbieter.

Im Anschluss an das 30-minütige Seminar beantworte ich direkte Fragen der Kursteilnehmer.

Eine Übersicht zu weiteren Online-Seminaren sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der apano-Homepage unter „Messen und Seminare“. Anmelden können Sie sich auch direkt über www.anmelden.org/wpks. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Cecilia Bartoli begeistert Publikum

Die Ausnahme-Mezzosopranistin Cecilia Bartoli hat gestern alle Zuhörer im Konzerthaus Dortmund begeistert. Den herausragenden Abend sponserte apano.

apano gehört seit 2007 zu den Hauptsponsoren des Konzerthauses Dortmund. Bereits in 2008 hat apano einen Sopranabend mit Cecilia Bartoli im Konzerthaus Dortmund gefördert. Damals wie heute war ich unter den Zuhörern. Beide Male wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. Der Abend stand dieses Mal unter der Überschrift »Liaisons dangereuses« – Arien um gefährliche Liebschaften. Und genauso mitreißend war die Darbietung. Begleitet wurde Bartoli vom Kammerorchester Basel, das über exzellente Musiker verfügt.

Es war ein wundervoller Abend voller Hörgenuss, und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Konzerthaus Dortmund.

Mehr Vertrauen statt Risiko

Finanzdienstleister nehmen das Marktumfeld seit mehr als drei Jahren als „alles andere als einfach“ wahr. Welche Trends das derzeitige Kundengeschäft von Vermögensberatern und -verwaltern dominieren, legt apano im Rahmen einer aktuellen Studie offen. An dieser nahmen über 100 Anlageberater, Sparkassen/Banken, Genossenschaftsbanken und Portfolioverwalter teil.

Ein Ergebnis ist, dass Vermögensberater und -verwalter ihre Arbeit gut gemacht haben. Denn trotz der Verwerfungen an den Märkten beklagen „nur“ 31,7 % der Studienteilnehmer gesunkene Assets under Management. Jedoch: Weit mehr als die Hälfte der Befragten erfreut sich eines gestiegenen oder zumindest konstant gebliebenen Volumens. Aus meiner Sicht ist dieses Ergebnis in Anbetracht des als derzeit schwierig geltenden Finanzgeschäfts bemerkenswert. Ich gratuliere zu dem gut ausgeführten Auftrag, das Anlegergeld im Sinne des Mandates anzulegen und damit das investierte Vertrauen nachhaltig zu rechtfertigen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Risikoreiche Anlagen, die hohe Renditen versprechen, liegen bei Anlegern nicht im Trend. Wer hätte das gedacht. Denn gerade aktuell sind die Befürchtungen vor Inflation weit verbreitet. Zudem haben sich deutsche Aktien sehr vorteilhaft entwickelt. Ganz ohne Risiko geht es jedoch auch nicht, denn leider gilt immer noch zu oft: „Sie kaufen erst, wenn sie meinen, jedes Risiko vermieden zu haben. Meistens kaufen sie zu spät“ (Paul Getty).

Ich finde es gut, dass neben Aktien (86,5%) verstärkt alternative Investments (77,8%) genutzt werden. So sind Anleger nicht immer nur auf steigende und noch weiter steigende Börsen angewiesen, sondern können zwischenzeitliche Korrekturen auch ertragsbringend nutzen.

Die Studie hat uns ein gutes Bild darüber vermittelt, wie der Markt derzeit „tickt“. Wir werden die Ergebnisse dazu nutzen, unser Produktangebot weiter auszubauen. Erste Ergebnisse präsentieren wir Ihnen Anfang 2013.

Die Studienergebnisse stellen wir Ihnen gerne elektronisch zur Verfügung. Bestellen können Sie diese unter blog@apano.de.